StartseiteLernenTrading-StrategienWas ist Price Slippage? Ein Leitfaden für Trader

Was ist Price Slippage? Ein Leitfaden für Trader

Erfahren Sie mehr über Price Slippage beim Traden, was dies ist und wie Sie die Auswirkungen beim Traden von CFDs minimieren können.

  

Was ist Slippage beim Traden?

Als Slippage wird beim Traden bezeichnet, wenn der erwartete Kurs für einen Trade von dem Kurs abweicht, zu dem der Trade tatsächlich ausgeführt wird. Dies kommt häufig vor, wenn sich die Kurse schnell bewegen oder nur eine geringe Liquidität vorhanden ist, wodurch es zu einer Verzögerung zwischen der Platzierung Ihres Trades und dessen Ausführung kommt.

Sollte sich der Kurs vor der Ausführung auf ein vorteilhafteres Niveau bewegen, kann sich Slippage sogar zu Ihrem Vorteil funktionieren, aber ebenso zu Ihrem Nachteil, falls sich der Kurs verschlechtert. Am häufigsten tritt Slippage bei Market-Orders auf, die darauf abzielen, zum aktuell besten Kurs anstatt zu einem festgelegten Kurs ausgeführt zu werden.

Allgemeines Beispiel für Slippage

Angenommen, Sie möchten einen Vermögenswert über einen CFD zu einem Kurs von 100 $ kaufen. Zum Zeitpunkt, zu dem die Order ausgeführt wird, ist der Kurs auf 100,50 $ gestiegen. Dieser Unterschied in Höhe von 50 Cent ist Slippage, wobei die Kursbewegung in diesem Fall unvorteilhaft ist. 

Wenn Sie sich alternativ dazu entscheiden, auf den CFD short zu gehen und sich der Kurs zwischen der Order und der Ausführung von 100 $ auf 100,50 $ bewegt, dann ist die Slippage vorteilhaft. In diesem Fall kann Ihre Short-Position eine Verkaufsorder zu dem höheren Kurs ausführen.

Was ist Slippage beim Forex-Trading?

Beim Forex-Trading kann Slippage aufgrund der Schnelllebigkeit der Währungsmärkte, die 24/5 geöffnet sind, besonders starke Auswirkungen haben. Da sich die Forex-Kurse innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde verändern können, tritt Slippage häufig auf, wenn die Marktbedingungen hochvolatil sind. Dies ist beispielsweise der Fall bei wichtigen Wirtschaftsmeldungen, Zentralbankankündigungen oder unerwarteten geopolitischen Ereignissen. Da bei Forex in der Regel mit hohem Hebel gehandelt wird, kann selbst eine geringe Slippage eine spürbare Auswirkung auf Ihre Positionsgröße und Rentabilität haben.

Wenn Sie zum Beispiel beabsichtigen, das Paar EUR/USD bei 1,1050 zu kaufen, aber die Order aufgrund von Marktbewegungen bei 1,1053 ausgeführt wird, könnte sich diese Differenz von 3 Pips summieren, insbesondere bei großen oder hoch gehebelten Trades. Zwar sind Forex-Märkte generell liquide, doch können exotische Währungspaare oder Handelszeiten außerhalb der Stoßzeiten mit einer geringeren Liquidität verbunden sein und das Slippage-Risiko erhöhen.

Slippage beim Aktienhandel

Beim Aktienhandel kann Slippage aufgrund der Marktstruktur, der Handelszeiten und der Liquiditätsunterschiede zwischen verschiedenen Aktien besondere Auswirkungen haben. Im Gegensatz zum 24/5-Forex-Markt ist der Aktienhandel auf bestimmte Börsenzeiten beschränkt. Das bedeutet, dass Slippage oftmals bei der Markteröffnung und -schließung am höchsten ist, wenn sich die Kurse an neue Informationen anpassen oder der Orderfluss zunimmt. Dieser Effekt tritt auch während der verlängerten Handelszeiten auf, da hier die Liquidität geringer ist und Kurslücken zwischen den einzelnen Trades häufiger auftreten.

Wenn Sie zum Beispiel vorbörslich eine Order zum Kauf einer Aktie zu 50 $ platzieren, aber die geringe Liquidität dazu führt, dass die Order zu 50,20 $ ausgeführt wird, dann spiegelt die Slippage von 20 Cent wider, wie schnell sich die Kurse verändern können, wenn weniger Trades verfügbar sind, um die Orders abzufangen. Aktien mit einem geringeren Handelsvolumen, wie Small-Cap-Aktien, sind besonders anfällig für Slippage. Das liegt daran, dass möglicherweise nicht genügend Kauf- und Verkaufsorders vorliegen, die mit dem von Ihnen gewünschten Kurs übereinstimmen.

Was sind die Ursachen von Slippage?

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für Slippage, die sich auf Ihr Derivate-Trading auswirken können, einschließlich der Marktliquidität, der Volatilität und der Technologie, die Ihr Broker für die Ausführung verwendet. Nachfolgend schauen wir uns diese Ursachen genauer an und wie sie sich auf den Kurs auswirken können, zu dem Ihr Trade ausgeführt wird.Marktvolatilität und Marktlücken

Schnelle Kursbewegungen bei wichtigen Ereignissen wie Wirtschaftsmeldungen oder unerwarteten geopolitischen Nachrichten können bewirken, dass sich die Kurse vor der Ausführung von Trades verändern, was zu Slippage führt. Marktlücken, bei denen die Kurse bestimmte Niveaus überspringen, tragen ebenfalls zu Slippage bei, insbesondere falls wichtige Nachrichten zwischen den Handelssitzungen auftreten.

Liquidität und Handelszeiten

Slippage ist in Zeiten geringer Liquidität wahrscheinlicher, etwa im vor- oder nachbörslichen Handel oder beim Traden von Vermögenswerten mit geringem Volumen, wie Mais oder bestimmte exotische Währungspaare. Eine begrenzte Marktaktivität innerhalb dieser Zeiten führt dazu, dass weniger Kurse zur Verfügung stehen. Dadurch kann es vorkommen, dass Trades nicht zu den erwarteten Niveaus ausgeführt werden, insbesondere bei größeren Orders.

Order-Arten und Ausführungsgeschwindigkeit

Market-Orders, welche die Ausführung und nicht einen bestimmten Kurs priorisieren, sind anfälliger für Slippage, insbesondere bei sich schnell bewegenden Märkten. Der Einsatz von Limit-Orders kann Ihnendabei helfen, dies zu kontrollieren, wohingegen eine schnellere Broker-Ausführung das Risiko weiter reduzieren kann, da somit sichergestellt wird, dass Orders näher am gewünschten Kurs ausgeführt werden.

Positionsgröße und Markttiefe

Große Trades auf Märkten mit begrenzter Tiefe vergrößern das Slippage-Risiko, da weniger Kauf- oder Verkaufsorders zur Verfügung stehen, um diese zum gewünschten Kurs zu absorbieren. Das Traden von Vermögenswerten mit hohem Volumen und ausreichender Liquidität hilft dabei, die Geld-Brief-Spreads enger zu halten, was die Wahrscheinlichkeit von Slippage verringert.

Beispiele von Slippage

Wie bereits erwähnt, gibt es eine Vielzahl von Beispielen für Slippage und die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Nachfolgend finden Sie einige gängige Beispiele, die verdeutlichen, auf welche Probleme Sie stoßen können.  

Wie kann ich Slippage beim Traden vermeiden?

Es ist manchmal nicht möglich, Slippage beim Traden vollkommen zu vermeiden. Jedoch können Maßnahmen wie die Auswahl liquider Vermögenswerte, das Vermeiden des Tradens innerhalb von Zeiten, in denen eine hohe Volatilität erwartet wird, und die Verwendung von garantierten Stop-Losses die Auswirkungen verringern. 

Nutzen Sie garantierte Stop-Loss-Orders 

Garantierte Stop-Loss-Orders (GSLOs) stellen sicher, dass Ihr Stop-Loss zu exakt dem von Ihnen festgelegten Kurs ausgeführt wird, unabhängig von den Marktbedingungen. GSLOs sind mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber sie helfen Ihnen dabei, sich vor unerwartetem Slippage zu schützen, insbesondere in volatilen Märkten.Traden Sie in Zeiten hoher Liquidität

Auf Märkten mit festen Handelszeiten kann das Traden zu Stoßzeiten (z. B. wenn sich große Börsen überschneiden oder zur Börseneröffnung für Aktien) dazu beitragen, Slippage zu reduzieren. Eine hohe Liquidität bedeutet, dass mehr Kauf- und Verkaufsorders verfügbar sind, was dabei hilft, die Kurse stabil zu halten und Orders näher an Ihrem gewünschten Kurs auszuführen. Erfahren Sie mehr über die Börsenhandelszeiten

Vermeiden Sie das Traden bei wichtigen Nachrichtenereignissen

Die Marktvolatilität nimmt bei wichtigen Wirtschaftsmeldungen oder unerwarteten Nachrichten häufig zu, was zu schnellen Kursänderungen und einem erhöhten Slippage-Risiko führt. Das Beobachten von Wirtschaftskalendern und das Vermeiden dieser Zeiten kann Ihnen dabei helfen, plötzliche Kursveränderungen zu vermeiden.

Wählen Sie liquide Vermögenswerte

Einige Vermögenswerte wie Large-Cap-Aktien oder Hauptwährungspaare tendieren dazu, eine höhere Liquidität zu haben als andere, wodurch sie weniger anfällig für Slippage sind. Weniger liquide Vermögenswerte haben oft größere Geld-Brief-Spreads und ein geringeres Handelsvolumen, sodass es zu größeren Kurssprüngen kommen kann.

Beachten Sie die Positionsgröße

Das Platzieren großer Orders auf weniger liquiden Märkten kann den Kurs bewegen und Slippage erhöhen. Durch die Reduzierung der Ordergröße oder die Aufteilung großer Orders in kleinere Teile ist es wahrscheinlicher, dass Sie erhebliche Auswirkungen auf den Kurs vermeiden.

Wählen Sie einen Broker mit schneller Ausführung

Einige Broker bieten schnellere Ausführungsgeschwindigkeiten, die Slippage reduzieren können, indem die Zeit zwischen Ihrer Order und der Ausführung minimiert wird. Unsere Ausführungsgeschwindigkeit liegt durchschnittlich bei 0,029 Sekunden (alle Capital.com-Server von Juli 2024 bis heute).

  

Häufig gestellte Fragen

Was ist Slippage?

Slippage tritt auf, wenn ein Trade zu einem anderen Kurs als ursprünglich erwartet ausgeführt wird. Dies passiert häufig bei sich schnell bewegenden Märkten oder wenn eine geringe Liquidität besteht, etwa während der Markteröffnung oder bei wichtigen Nachrichtenereignissen. Wenn Sie zum Beispiel eine Kauforder in Erwartung eines Kurses von 100 $ platzieren, die Order aber aufgrund schneller Kursänderungen bei 100,20 $ ausgeführt wird, dann handelt es sich bei dieser Differenz von 20 Cent um Slippage. Dies kann sich zu Ihren Gunsten auswirken, wenn sich der Kurs verbessert, führt aber häufig zu einem weniger günstigen Ergebnis.

Wie kann ich Slippage vermeiden?

Zur Vermeidung oder Minimierung von Slippage können Trader ihre Aktivitäten auf Zeiten mit hoher Liquidität abstimmen, etwa wenn die großen Börsen aktiv sind. Die Verwendung garantierter Stop-Loss-Orders hilft ebenfalls dabei, einen Trade genau zu dem von Ihnen gewünschten Kurs zu schließen, wobei allerdings eine Gebühr anfällt, wenn der GSLO ausgeführt wird. 

Tritt Slippage nur bei Market-Orders auf?

Nein, obwohl Slippage am häufigsten bei Market-Orders vorkommt, da sie die Ausführung und nicht den Kurs priorisieren, kann dies bei jeder Order-Art passieren. Market-Orders werden zum besten verfügbaren Kurs ausgeführt, der sich auf volatilen Märkten schnell ändern kann. Andererseits wird bei Limit-Orders ein bestimmter Kurs festgelegt, und sie werden nur dann ausgeführt, wenn der Markt dieses Niveau erreicht, was dazu beiträgt, Slippage zu reduzieren. Wenn sich der Markt jedoch über Ihren Limitkurs hinweg bewegt, könnte es passieren, dass die Order überhaupt nicht ausgeführt wird.

Wie geht Capital.com mit Slippage um?

Im Falle von Slippage unternimmt Capital.com alle notwendigen Schritte, um Market-Orders zum nächsten bestmöglichen Kurs in der Größe der Order auszuführen. In einem solchen Fall könnte Ihre Order zu einem Kurs ausgeführt werden, der sich von dem ursprünglichen gewählten Kurs unterscheidet. Zudem könnte es Zeiten geben, in denen bestimmte Finanzinstrumente nicht für das Traden zur Verfügung stehen.

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