StartseiteMarktanalyseAusblick SMI, DAX und Wall Street: Iran-Konflikt und Non-Farm Payrolls im Fokus

Ausblick SMI, DAX und Wall Street: Iran-Konflikt und Non-Farm Payrolls im Fokus

Die neue Handelswoche könnte weiterhin durch die dynamischen Entwicklungen im Nahostkonflikt bestimmt werden. Auch die mittlerweile an Fahrt aufnehmenden Inflations- und Zinssorgen dürften Anleger im Auge behalten.
Von Timo Emden
SMI Schweizer Index
Photo: Shutterstock.com

Die neue Handelswoche könnte weiterhin durch die dynamischen Entwicklungen im Nahostkonflikt bestimmt werden. Auch die mittlerweile an Fahrt aufnehmenden Inflations- und Zinssorgen dürften Anleger im Auge behalten. Während die KI-Euphorie in den USA der Wall Street neue Höchststände bescherte, wollte in Frankfurt am Main (DAX) in den vergangenen Handelstagen keine Rekordstimmung aufkommen.

Am Freitag dürfte es insbesondere mit der Veröffentlichung neuer US-Jobdaten spannend werden.

Geopolitische Unsicherheiten wegen Iran-Krieg dürften anhalten

Der Iran-Konflikt dürfte weiterhin der zentrale Unsicherheitsfaktor an den Märkten bleiben. Trotz laufender Verhandlungen zwischen Washington und Teheran und einer bestehenden Waffenruhe hatten sich beide Kriegsparteien zuletzt gegenseitig wieder militärisch attackiert. In diesem Zusammenhang dürfte es berichtigte Zweifel an der Tragfähigkeit eines möglichen Friedensdeals geben. Insbesondere die Strasse von Hormus steht dabei weiterhin im Fokus der Marktakteure, welche als de facto geschlossen gilt.

ISM-Einkaufsmanager und EU-Inflationsdaten im Blick

Aus Sicht des Wirtschaftskalenders dürfte es am Montag bereits mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe spannend werden (16:00 Uhr).

Schätzungen zur Eurozonen-Inflation werden am Dienstag publik (11:00 Uhr). Besagte Daten könnten insofern von Bedeutung sein, da Anleger verstärkt Zinserhöhungen im Euroraum fürchten.

EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte im einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters signalisiert, dass in diesem Jahr möglicherweise zwei Zinserhöhungen oder auch mehr anstehen könnten.

„Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juni für nötig“, sagte Schnabel.

„JOLTs“ und ADP-Beschäftigungsdaten könnten ersten Vorgeschmack auf NFPs liefern

Einen ersten Vorgeschmack auf die „NFPs“ könnten um 16:00 Uhr die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) liefern.

Zur Wochenmitte dürften auch die ADP-Beschäftigungsdaten wichtige Impulse abgeben (14:15 Uhr).

Der ISM-Einkaufsmanager für den Servicesektor wird am Mittwoch für 16:00 Uhr erwartet.

US-Jobdaten werden am Freitagnachmittag erwartet

Am Freitag stehen folgerichtig die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) auf der Agenda (14:30 Uhr), welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten.

Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen derzeit (Stand:28.05.2026, 10:00 Uhr) insgesamt 99,1 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause am 17. Juni und 0,9 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

SMI

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