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ETF-Handel

Alles Wissenswerte über börsengehandelte Fonds (ETFs): ihre Geschichte, Typen, Vor- und Nachteile, Unterschiede zu Investment- und Indexfonds, Anlagestrategien und wie man sie mit CFDs bei Capital.com handeln kann.

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Grafische Darstellung der Abkürzung Exchange Traded Funds (ETF), umgeben von Pfeilen auf grauem Hintergrund Foto: eamesBot / Shutterstock

Was ist ETF-Handel?

Beim ETF-Handel geht es um den Kauf und Verkauf von börsengehandelten Fonds (engl.: Exchange Traded Funds), um in eine Vielzahl von Vermögenswerten zu investieren und auf deren Kursschwankungen zu spekulieren.

ETFs gehören zu den beliebtesten Finanzinstrumenten, die Anleger zum Zweck des Engagements und der Diversifizierung in ihre Portfolios aufnehmen. Anstatt sich mit einzelnen Aktien zu befassen und diese zu analysieren, können Sie die Wertentwicklung einer Gruppe von Wertpapieren oder eines Indexes verfolgen. Auch Rohstofffonds können über ETF gehandelt werden.

Sie sind Anfänger beim Handel mit ETFs? In unserem Leitfaden erfahren Sie mehr darüber, wie der ETF-Handel funktioniert und finden alles, was Sie sonst noch zum Thema wissen sollten.

Was ist ein ETF?

Der Begriff ETF bezieht sich auf ein Finanzinstrument, das einen Korb von Aktien, Rohstoffen oder anderen Vermögenswerten enthält, die sich in einigen Fällen an einer Benchmark orientieren, um ihre Wertentwicklung zu messen. Sie sind in der Regel auf einen Index, eine Branche oder ein Thema ausgerichtet. Sie können eine bestimmte Gruppe von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Währungen oder anderen Vermögenswerten abbilden.

Nach Angaben der US-Investmentgesellschaft Blackrock gab es im August 2022 weltweit mehr als 8.000 ETFs. Dies ist auf die Nachfrage der Anleger und technologische Fortschritte zurückzuführen, die das ETF-Trading vereinfacht haben. ETFs werden an der Börse gehandelt und können während des gesamten Handelstages sofort gekauft und verkauft werden, so dass die Anleger schnell auf Markttrends reagieren können. 

In gewisser Weise ähneln ETFs den Investmentfonds. Allerdings werden Investmentfonds direkt bei einem Fondsmanager gekauft und die Preise werden nur einmal am Tag ermittelt.

Wofür ist ein ETF gedacht? Börsengehandelte Fonds wurden entwickelt, als Indexinvestitionen in den 1980er und 1990er Jahren immer beliebter wurden. Der erste ETF wurde 1993 in den USA als Instrument zur Nachbildung des S&P 500 Index aufgelegt. 

Börsengehandelte Fonds bieten Anlegern die Möglichkeit, in Vermögenswerte zu investieren, mit denen sie früher nicht so einfach handeln konnten, z. B. physische Rohstoffe oder Aktien an internationalen Börsen. So ermöglichen beispielsweise Rohstoff-ETFs den Zugang zu den Öl-, Edelmetall- und Agrarmärkten. Der erste Rohstoff-ETF für Goldbarren wurde im Jahr 2003 an der Australian Securities Exchange aufgelegt. Im Jahr 2004 führte die State Street Corporation (STT) den SPDR Gold Shares (GLD) ein, den ersten US-amerikanischen börsengehandelten Fonds, der vollständig mit physischem Gold unterlegt war und dessen Vermögen innerhalb der ersten drei Handelstage die Marke von 1 $ Milliarde überstieg.

Wie funktionieren ETFs?

Um die Funktionsweise eines börsengehandelten Fonds zu verstehen, schauen wir uns zunächst an, wie ein ETF entsteht. Neue ETFs müssen von der Finanzaufsichtsbehörde des Marktes, auf dem sie notiert werden sollen, genehmigt werden. In den USA zum Beispiel reicht der Sponsor einen Plan bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ein. 

Wie werden ETFs gehandelt? Das Erstellungs- und Rücknahmeverfahren ermöglicht es autorisierten Teilnehmern, wie z.B. Market Makern oder Trading Desks bei großen institutionellen Anlegern, Aktien der im ETF gelisteten Wertpapiere treuhänderisch zu platzieren und ETF-Anteile zu erstellen. 

ETFs werden an der Börse gehandelt und sind während einer Handelssitzung verfügbar. Die Anleger können die Fondsanteile (oder Aktien) auf die gleiche Weise kaufen wie Wertpapiere eines Unternehmens. Der Prozess der Ausgabe und Rücknahme von Aktien stellt sicher, dass der Preis des ETF mit seinem Nettoinventarwert (engl.: Net Asset Value, NAV) übereinstimmt.

Die Aktionäre sind indirekte Eigentümer der Wertpapiere des Fonds und erhalten in der Regel einen Jahresbericht. Sie haben Anspruch auf einen Gewinnanteil in Form von Dividenden oder Zinsen. Im Falle der Liquidation des Fonds kann ihnen ein Restwert zustehen.

Welche Arten von ETFs gibt es?

Es gibt viele verschiedene Typen von ETFs, die eine Reihe von Anlageklassen und Investitionsansätzen abdecken.

Aktien-ETFs

Aktien-ETFs verfolgen Indizes, die Gruppen bestimmter Aktien abbilden, z. B. große oder kleine Unternehmen, dividendenstarke Aktien, Unternehmen mit Sitz in gewissen Ländern oder spezifische Sektoren.

Mit ETFs auf Technologie-, Konsumgüter-, Banken- und Pharmawerte können Anleger beispielsweise in eine Vielzahl von Aktien in einer Branche investieren, ohne das Risiko einzugehen, einzelne Werte zu kaufen, die sich möglicherweise nicht gut entwickeln.

Index-ETFs

Mit börsengehandelten Indexfonds können Anleger in einen gesamten Aktienmarktindex investieren, z. B. in den S&P 500 (US500), den Nasdaq 100 (US Tech 100) oder den FTSE 100 (UK100). Index-ETFs zielen darauf ab, die Wertentwicklung ihres Referenzindex nachzubilden, indem sie entweder die im Index enthaltenen Aktien oder andere Anlageprodukte halten, die den Kursbewegungen des Index folgen.

Sektor-ETFs

Sektorale börsengehandelte Fonds bilden einen Korb von Unternehmensaktien in einer bestimmten Branche ab. So investiert beispielsweise der iShares Nasdaq Biotechnology ETF (IBB) in die Titel von Biotechnologieunternehmen und der Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (DRIV) in Automobilbauer, Halbleiterproduzenten, Autotechnologieunternehmen und andere Zulieferer in der Elektroautoindustrie. 

Mit Sektor-ETFs können Sie in bestimmte Markbereiche investieren oder sich gegen andere Positionen in Ihrem Portfolio absichern. Wenn Sie beispielsweise in einem Sektor ein beträchtliches Engagement haben, können Sie dieses Risiko durch Short-Positionen mit einem Sektor-ETF reduzieren.

Anleihen-ETFs

Börsengehandelte Anleihefonds bieten Anlegern festverzinsliche Erträge zur Diversifizierung gegenüber ETFs auf Aktien, die mit einem höheren Risiko verbunden sind. Anleihen weisen eine höhere Preisstabilität als Aktien auf und korrelieren nur geringfügig mit den Bewegungen am Aktienmarkt. Anleihen-ETFs sind für Privatanleger einfacher zugänglich, da der Markt für Anleihen mit einer Vielzahl von Anlagearten undurchsichtig sein kann, während ETFs sofortigen Zugang zu einem Portfolio von Anleihen bieten. Die börsengehandelten Anleihenfonds zahlen die Zinsen aus, die sie für die Wertpapiere im Portfolio erhalten. Mit kurz-, mittel- und langfristigen ETFs können Anleger ihr Engagement in Anleihen gezielt steuern.

Rohstoff-ETFs

Rohstoff-ETFs vereinfachen den Anlegern den Zugang zu liquiden und volatilen Rohstoffmärkten wie Öl, Gold, Kupfer oder Kaffee, die bisher nur den an den Börsen registrierten Rohstoffhändlern zur Verfügung standen. Rohstoff-ETFs basieren häufig auf Derivaten und nicht auf dem physischen Vermögenswert und können daher ein höheres Risiko bergen.

Devisen-ETFs

Devisen-ETFs bilden eine einzelne Währung oder einen Währungskorb ab, wie den US-Dollar-Index (DXY). Einige ETFs handeln eine Währung direkt, während andere mit Derivaten oder einer Kombination davon traden. Mit Devisen-ETFs können Anleger ihre Portfolios gegen Währungsschwankungen absichern.

Spezial-ETFs

Spezialisierte ETFs, wie z. B. gehebelte börsengehandelte Fonds und inverse börsengehandelte Fonds, sind Spezialfonds, die für den kurzfristigen Handel mit einem höheren Risiko-Rendite-Potenzial konzipiert sind. Gehebelte ETFs nehmen Fremdkapital auf, um zusätzliche Mittel zur Maximierung der Rendite zu investieren, in der Regel das Zwei- oder Dreifache der ursprünglichen Anlage. Inverse ETFs bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung zum Referenzindex, so dass Anleger Geld verdienen können, wenn ein Vermögenswert im Wert fällt.

Faktor-ETFs

Faktor-ETFs konzentrieren sich auf bestimmte Marktfaktoren und werden häufig von institutionellen Anlegern und aktiven Managern genutzt. Beispielsweise sind Value-ETFs auf Aktien ausgerichtet, die aufgrund ihrer Fundamentaldaten und des Kurswachstumspotenzials ein hohes Preis-Wert-Verhältnis aufweisen, während Momentum-ETFs Aktien enthalten, die ein größeres Volumen bei einem steigenden Kurs aufweisen.

Nachhaltige ETFs

Nachhaltige ETFs richten sich auf Investitionen in Aktien, die hohe Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG) erfüllen. Nachhaltige ETFs zielen darauf ab, Engagements in umstrittenen Geschäftspraktiken zu vermeiden, die nicht mit den Werten des Anlegers übereinstimmen.

Geografische ETFs

Geografische ETFs ermöglichen Anlegern eine Diversifizierung in Aktien anderer Länder, die von ihrem Broker nicht als Einzeltitel angeboten werden. Besonders attraktiv ist dies durch das Wachstum der Schwellenländer geworden.

10 Arten von ETFs

ETFs, Indexfonds und Investmentfonds

Was sind die Unterschiede zwischen einem ETF, einem Investmentfonds und einem Indexfonds? Der Begriff „Investmentfonds“ bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Fonds strukturiert ist. Die Anleger schließen sich zusammen, um gemeinsam in den Markt zu investieren. Anstatt mit Anteilen an den im Fonds gehaltenen Wertpapieren zu handeln, kaufen und verkaufen die Anleger Aktien der Investmentfondsgesellschaft.

Indexfonds sind eine Art von Fonds, die darauf abzielen, die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienmarktindex nachzubilden, während Investmentfonds aktiv verwaltet werden und versuchen, den Index zu übertreffen. Ein Indexfonds kann als Investmentfonds oder als ETF strukturiert sein.

ETFs wurden entwickelt, um Anlegern eine steuereffizientere Alternative zu Investmentfonds mit höherer Liquidität zu bieten. Investmentfonds werden direkt vom Fondsmanager gekauft. Die Preise werden nur einmal am Tag ermittelt. ETFs sind handelbare Wertpapiere, die an den Börsen während der gesamten Handelssitzung sofort gekauft und verkauft werden können. Dadurch können Anleger schnell auf Markttrends reagieren.

ETFs bieten eine flexible, kostengünstigere Alternative zu Investmentfonds, da passive, indexbasierte Fonds niedrigere Verwaltungsgebühren haben als aktiv verwaltete Fonds. ETFs funktionieren insofern wie Aktien: Man kann sie in der Regel shorten und auf Margin kaufen. Außerdem bieten sie Optionen.

ETFs haben einige Gemeinsamkeiten mit Investmentfonds. Beide setzen sich aus einem diversifizierten Wertpapierkorb zusammen, erfordern aber typischerweise keine Mindestanlage, wie dies bei den meisten Investmentfonds der Fall ist. ETFs sind in der Regel mit niedrigeren Kostenquoten und Brokergebühren verbunden.

Investmentfonds und ETFs

Was treibt die ETF-Preise?

Der zugrunde liegende Wert der Portfoliobestände, der sogenannte Nettoinventarwert (NIW), ist der wichtigste Preistreiber von ETFs. In Zeiten erhöhter Marktvolatilität kann es Unterschiede geben. 

Der ETF-Kurs schwankt während einer Handelssitzung, während der NIW den offiziellen Wert des ETF widerspiegelt, der einmal täglich auf der Grundlage der Schlusskurse für die zugrunde liegenden Vermögenswerte berechnet wird. Der Nettoinventarwert wird verwendet, um die Kursentwicklung eines ETF gegenüber seiner Benchmark zu messen.

Angebot und Nachfrage

Der Marktpreis eines börsengehandelten Fonds wird durch den Wert seiner Bestände sowie durch Angebot und Nachfrage nach dem Fonds bestimmt. Der Preis schwankt im Laufe des Tages, wenn Käufer und Verkäufer ihre Trades ausführen. Bei steigender Nachfrage erhöht sich der Preis, bei sinkender Nachfrage sinkt er.

Wechselkursschwankungen

Währungsschwankungen können sich auf den Wert von ETFs auswirken, die in internationale Märkte investieren. Änderungen des Kurses einer lokalen Währung können den Preis der an ausländischen Börsen notierten Aktien beeinflussen und die Rendite einer Anlage erhöhen oder verringern. 

Währungsschwankungen wirken sich auch auf die Gewinne von multinationalen Unternehmen aus, die in verschiedenen Ländern tätig sind. Dies kann die Preise der zugrundeliegenden Aktien in einem ETF beeinflussen. Währungs-ETFs sind so konzipiert, dass sie von Wechselkursschwankungen profitieren und sich dagegen absichern.

Wirtschaft

Konjunkturelle Entwicklungen können sich auf die Preise von ETFs auswirken: Ein starkes Wachstum kann den Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte in die Höhe treiben. Eine nationale oder globale Rezession kann hingegen die Preise nach unten drücken. 

Einige Sektoren können stärker von Wirtschaftstrends abhängig sein als andere, wie z. B. ETFs auf Elektrofahrzeuge, die in den Übergang zu sauberer Energie investieren. Ein weiteres Beispiel sind ETFs auf Basiskonsumgüter, die den Anlegern Stabilität bieten sollen, indem sie in Unternehmen investieren, die auch in Rezessionen gut abschneiden.

Wie kann man mit ETF traden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Handel mit ETFs, je nach Ihrer Erfahrung, Risikobereitschaft und bevorzugten Trading-Strategie.

Differenzkontrakte (CFDs)

Zu den beliebtesten Instrumenten für den Handel mit ETFs gehören Differenzkontrakte (CFDs). Ein CFD ist ein Vertrag zwischen einem Broker und einem Trader, bei dem sich eine Partei verpflichtet, der anderen die Preisdifferenz eines Vermögenswerts oder Wertpapiers zu zahlen. 

Der ETF-Trader strebt einen möglichen Gewinn aus dem Kursunterschied zwischen der Eröffnung und der Schließung einer Position an, wobei jedoch immer das Risiko eines Verlustes besteht. Der ETF-Handel mit CFDs ermöglicht es Ihnen, auf die Kursentwicklung des ETFs zu spekulieren, ohne ihn tatsächlich zu besitzen. 

Mit CFDs können Sie ETFs in beide Richtungen traden. Wenn Sie glauben, dass der Kurs eines ETFs steigen wird, können Sie eine Long-Position eingehen. Rechnen Sie hingegen damit, dass der Kurs fallen wird, können Sie eine Short-Position eröffnen. 

Optionen

ETF-Optionen sind Derivatkontrakte. Sie sind an die Preise von Futures gekoppelt und ermöglichen es Ihnen, eine Position einzugehen, ohne dass Sie verpflichtet sind, den Kontrakt am festgelegten Verfallstag zu kaufen oder zu verkaufen. 

Durch den Kauf eines Optionskontrakts vereinbaren Sie einen Strike-Preis mit einem Auf- oder Abschlag gegenüber dem Futures-Preis. Wenn sich der Futures-Kurs bis zum Verfallstag in Richtung des Ausübungspreises bewegt, profitieren Sie von dem Trade. Sie verlieren jedoch die Prämie, wenn sich der Futures-Preis in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.

Futures (Terminkontrakte)

Mit Futures-Kontrakten können Anleger auf den Preis eines Vermögenswerts zu einem bestimmten Datum in der Zukunft spekulieren. Diese Kontrakte unterscheiden sich von Optionen und CFDs dadurch, dass sie den Käufer verpflichten, das Eigentum an dem Vermögenswert zu übernehmen oder den Kontrakt am Fälligkeitsdatum zu verlängern. ETF-Anbieter kaufen häufig Terminkontrakte für ihre Portfoliobestände, insbesondere für Rohstoff-ETFs. 

Börsenplätze

Wenn Sie Anteile an einem börsengehandelten Fonds zum aktuellen Marktpreis erwerben möchten, anstatt auf den künftigen Wert zu spekulieren, können Sie ETFs wie Unternehmensaktien direkt an einer Börse kaufen.

Möglichkeiten für den Handel mit ETFs

Strategien beim ETF-Handel

Wenn Sie sich für Investitionen in ETFs entschieden haben, müssen Sie eine Handelsstrategie für ETFs festlegen. Es gibt verschiedene Strategien, je nach Ihrem bevorzugten Ansatz, Ihrer Risikotoleranz, Ihrem Zeitplan sowie Ihren allgemeinen Trading- oder Investmentzielen.

Durchschnittskosteneffekt

Kaufen Sie einen Vermögenswert wie einen börsengehandelten Fonds regelmäßig, können Sie den Preis, den Sie für Anteile zahlen, im Laufe der Zeit ausgleichen, weil der Kurs schwankt. Anstatt eine einzige Investition zu einem bestimmten Preis zu machen, werden einige Käufe zu höheren Kursen und andere zu niedrigeren Preisen getätigt. Dadurch kann Ihr durchschnittlicher Kaufpreis im Laufe der Zeit sinken, so dass Sie von Markttiefs profitieren können.

Asset-Allokation

Mit börsengehandelten Fonds lässt sich das ETF-Portfolio zu Beginn leichter zusammenstellen und im Laufe der Zeit neu ausrichten. Die Anleger können einen Teil ihres Portfolios einem bestimmten Sektor, wie Technologie oder Basiskonsumgüter, oder einer Anlageklasse, wie Anleihen oder Rohstoffe, zuweisen. 

Swingtrading

Bei Swing-Trades profitiert man von großen Kursschwankungen eines Vermögenswerts. ETFs sind dafür gut geeignet, weil sie enge Geld- und Briefspannen haben, so dass der Preisunterschied nicht in dem Spread verloren geht. Anleger können sich für den Swing-Trade mit einem ETF entscheiden, der eine bestimmte Branche oder Anlageklasse abdeckt, mit der sie sich besonders gut auskennen und somit Treiber großer Kursbewegungen identifizieren können. Bitte beachten Sie, dass Swingtrading in der Regel eine kurz- und mittelfristige Strategie ist.

Sektorrotation

Je nach wirtschaftlicher Entwicklung streuen Anleger ihre Bestände häufig in bestimmte Branchen bzw. verlegen sie aus diesen heraus. In Zeiten eines Konjunkturaufschwungs konzentrieren sie sich vielleicht auf wachstumsstarke Aktien. Wenn sich die Konjunktur jedoch abschwächt, wechseln sie von Wachstumsaktien zu Value-Aktien. 

Wenn das Portfolio eines Anlegers in einem bestimmten Sektor übergewichtet wird, kann er einen Teil seiner ETF-Bestände verkaufen, um in einen anderen Sektor zu investieren. So wird das Portfolio nicht übermäßig konzentriert.

Short-Selling

Beim Short-Selling (Leerverkauf) handelt es sich um eine risikoreiche Strategie: Man leiht sich ein Finanzinstrument oder ein Wertpapier, um es dann zu verkaufen. Leerverkäufe von börsengehandelten Fonds sind mit niedrigeren Leihgebühren verbunden als bei einzelnen Vermögenswerten und bergen ein geringeres Risiko eines Short-Squeeze. Dies ist der Fall, wenn der Preis eines stark leerverkauften Vermögenswerts in die Höhe schnellt, weil die Trader gezwungen sind, ihre Positionen abzudecken. 

Mit Short-Verkäufen von ETFs kann man auf breite Trends spekulieren. Wenn beispielsweise ein Trader eine Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern erwartet, könnte er einen Schwellenländer-ETF leerverkaufen.

Handel mit saisonalen Trends

Mit ETFs haben Anleger eine bequeme Möglichkeit, von saisonalen Kursschwankungen der Vermögenswerte zu profitieren. Allerdings besteht, wie bei allen Handelsstrategien, immer das Risiko, dass sie ihr Kapital verlieren könnten.

So steigen beispielsweise die Goldpreise im Herbst und Winter, wenn die Nachfrage nach Schmuck aus Indien und China während der Feste und Feiertage wächst. 

Die Energiepreise klettern in der Regel im Winter, wenn der Heizbedarf höher ist, oder im Sommer, wenn die Nutzung von Klimaanlagen ihren Höhepunkt erreicht.

Hedging

ETFs stellen für Anleger eine einfache Möglichkeit dar, ihre Portfolios gegen Abwärtsrisiken abzusichern. ETFs sind eine der einfachsten Formen der Investition in Rohstoffe wie Edelmetalle, die eine Absicherung in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Inflation und niedriger Zinssätze bieten. Während erfahrene Anleger mit Put-Optionen auf bestimmte Wertpapiere handeln können, um ihre Portfolios abzusichern, ist es mit ETFs ganz einfach, eine Short-Position auf einen bestimmten Sektor oder den breiteren Markt einzugehen. Je nach Ihrer Situation können Sie eine Kombination von ETF-Strategien wählen.

Wie funktioniert der ETF-Handel mit CFDs?

Möchten Sie ETFs mit CFDs handeln? Mit CFDs beim Handel mit ETFs können Sie auf kurzfristige Kursschwankungen in bestimmten Sektoren oder Ländern setzen. Beim CFD-Trading können Sie einen Hebel einsetzen und Ihr Engagement im ETF verstärken. So können Sie mit einer kleineren Einlage eine größere Position eröffnen. Zu beachten ist: Wenn Sie in den ETF-Handel mit CFDs einsteigen möchten, sollten Sie ein Konto bei einem CFD-Anbieter wie Capital.com eröffnen. Dabei können Sie ETF-CFDs zusammen mit CFDs auf Rohstoffe, Aktien und Devisen über das gleiche Konto traden.

So einfach geht's. Hier sind die wichtigsten Schritte: 

  1. Ein CFD-Handelskonto eröffnen und einloggen.

  2. Einen ETF auswählen, den Sie handeln möchten.

  3. Eine Handelsstrategie zur Identifizierung von Trading-Zielen anwenden.

  4. Einen Trade eröffnen. Um das Risiko zu kontrollieren, können Sie einen Stop-Loss oder einen garantierten Stop-Loss setzen.

  5. Position anhand von technischen Indikatoren und Fundamentalanalysen überwachen.

  6. Position im Einklang mit Ihrer Handelsstrategie schließen.

Vor- und Nachteile des ETF-Handels mit CFDs

Das CFD-Trading mit ETFs bietet eine diversifizierte Beteiligung an einem Korb von Vermögenswerten, ohne eigene Recherchen über einzelne Komponenten anstellen zu müssen. Mit ETFs können Sie Positionen in Bezug auf breite Trends wie saisonale Veränderungen, Sektorrotation oder Wirtschaftsentwicklung in einem bestimmten Land eingehen. 

CFDs bieten die Flexibilität, in beide Richtungen zu traden. Unabhängig davon, wie positiv oder negativ Sie einen ETF-Kurs einschätzen, können Sie entweder auf eine steigende oder eine fallende Bewegung spekulieren.

Der Handel mit CFDs ist eine kostengünstige Option, da er oft provisionsfrei ist und die Broker einen kleinen Gewinn aus dem Spread erzielen. 

Darüber hinaus wird bei CFDs eine Hebelwirkung genutzt, so dass Sie mit einem geringen Kapitaleinsatz eine große Position eingehen können. 

Eine Margin von 10 % bedeutet zum Beispiel, dass Sie nur 10 % des Wertes der gewünschten Transaktion einzahlen müssen. Der Rest wird von Ihrem CFD-Anbieter übernommen. Wenn Sie einen Trade mit CFDs im Wert von 1.000 $ platzieren möchten und Ihr Broker eine Margin von 10 % verlangt, benötigen Sie zur Positionseröffnung nur 100 $ als Anfangskapital.

Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass der Handel mit CFDs auch Risiken birgt. Es handelt sich nämlich um gehebelte Produkte, die die Höhe der Verluste vervielfachen, wenn sich der Kurs gegen Ihre Position bewegt, und die Gewinne maximieren, wenn sich der Preis in die gleiche Richtung entwickelt.

Bevor Sie in den ETF-Handel mit CFDs einsteigen, sollten Sie sich über die Funktionsweise von Hebeln informieren. 

Beachten Sie, dass CFDs auch Übernachtgebühren beinhalten. Das bedeutet, dass sie eher für kurzfristige Investitionen geeignet sind. 

Handel mit ETF-CFDs: Warum bei Capital.com?

Möchten Sie wissen, wie Sie in ETFs investieren können? Capital.com bietet Tradern und Investoren fortschrittliche Funktionen, um ihre Strategien zu verfeinern und bessere Resultate zu erzielen.

  • Fortschrittliche KI-Technologie: Ein Facebook-ähnlicher News-Feed versorgt User mit personalisierten und einzigartigen Inhalten je nach ihren Präferenzen. Wenn ein Trader Entscheidungen trifft, die auf Vorurteilen beruhen, bietet der innovative Feed eine Reihe von Materialien, die ihn oder sie wieder auf den richtigen Weg bringen. Das neuronale Netzwerk analysiert das In-App-Verhalten und empfiehlt Videos und Artikel, um Ihre Anlagestrategie zu optimieren. Dies hilft Ihnen, Ihren Ansatz beim ETF-Handel zu perfektionieren.

  • Differenzhandel: Wenn Sie sich für den Handel mit ETF-CFDs entscheiden, kaufen Sie nicht den Basiswert selbst, das heißt, Sie sind nicht an ihn gebunden. Sie spekulieren lediglich auf den Anstieg oder Rückgang des Kurses. Die Strategien beim CFD-Handel unterscheiden sich nicht vom traditionellen Trading. Ein CFD-Anleger kann Short- oder Long-Positionen eingehen, Stop- und Limit-Aufträge erteilen sowie Handelsszenarien anwenden, die mit seinen/ihren Zielen übereinstimmen.

  • Handel auf Margin: Dank der Möglichkeit, mit Hilfe von CFDs auf Margin zu handeln, bietet Capital.com Ihnen Zugang zu den beliebtesten ETFs der Welt, selbst mit einem geringen Geldbetrag auf Ihrem Konto.

  • Umfassende Handelsanalyse: Die browserbasierte Plattform ermöglicht es Tradern, ihre eigenen Marktanalysen und Prognosen anhand technischer Indikatoren zu erstellen. Capital.com bietet Live-Markt-Updates und verschiedene Chart-Formate, verfügbar auf Desktop, iOS und Android.

  • Schwerpunkt auf Sicherheit: Capital.com legt besonderen Wert auf die Sicherheit. Die Capital.com-Gruppe ist von der CySEC, FCA, ASIC, FSA und NBRB lizenziert, hält alle Vorschriften ein und garantiert, dass der Schutz der Kundendaten oberste Priorität hat. Auszahlungen sind rund um die Uhr möglich. Die Gelder der Trader werden dabei auf segregierten Bankkonten verwahrt.

Handelszeiten von ETFs

Möchten Sie mit dem ETF-Handel starten, müssen Sie die Öffnungszeiten des Marktes kennen. Die Handelszeiten eines ETFs sind die gleichen wie die der Börse, an der der ETF notiert ist. 

So ist beispielsweise die Öffnungszeit des ETF-Marktes für einen in den USA notierten Fonds zwischen 09:30 und 16:00 Uhr EST. Einige Brokerplattformen bieten einen vorbörslichen oder nachbörslichen Handel an, so dass Sie Aktien und börsengehandelte Fonds einige Stunden vor oder nach Börseneröffnung und -schluss kaufen und verkaufen können.

Bei Capital.com sind ETF-CFDs je nach Asset für den Handel verfügbar. Sie können die Handelszeiten eines ETFs immer auf der entsprechenden Marktseite unserer Website oder auf der mobilen Plattform überprüfen. Zum Beispiel werden SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY) CFDs montags bis freitags von 13:30 - 20:00 Uhr (UTC) gehandelt.

FAQs

Stellen ETFs ein hohes Risiko dar?

Börsengehandelte Fonds (ETFs) gelten als risikoärmere Anlagen als einige andere Vermögenswerte. Sie bieten Investoren die Möglichkeit, ein breites Engagement in einem Korb von Aktien oder anderen Wertpapieren einzugehen und so ihr Portfolio sofort zu diversifizieren. Gerade für Einsteiger eignen sich börsengehandelte Fonds zum Aufbau eines diversifizierten Portfolios, insbesondere bei Indexfonds mit niedrigen Gebühren.

Wie kann man mit ETFs handeln?

Es gibt verschiedene Handelsmöglichkeiten für ETFs. Sie können ETFs direkt an den Börsen kaufen oder derivative Instrumente wie Differenzkontrakte (CFDs), Futures und Optionen verwenden. Sobald Sie sich entschieden haben, wie Sie mit einem ETF traden möchten, sollten Sie eine Handelsstrategie festlegen, die Sie bei der Verwaltung Ihrer Positionen unterstützt.

Ist der Handel mit ETFs sicher?

Index-ETFs gelten als relativ sichere Möglichkeit, in Aktien und andere Vermögenswerte zu investieren. Allerdings besteht auch bei ihnen das Risiko, dass die Kurse während eines Marktcrashs fallen. Gehebelte ETFs und ETFs, die in volatilere Sektoren investieren, werden als riskanter angesehen. Bevor Sie mit ihnen handeln, sollten Sie sich über ihre Funktionsweise informieren. Führen Sie immer Ihre eigene Due-Diligence-Prüfung durch, um zu verstehen, worum es sich bei börsengehandelten Fonds handelt, und denken Sie daran, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Erträge ist.

Sind ETFs besser als Aktien?

ETFs können das Risiko der Volatilität einzelner Aktienkurse mindern und ein breiteres Engagement in Anlagen in anderen Regionen bieten, zu denen Ihr Broker möglicherweise keinen Zugang hat. Wenn Sie jedoch eher mit börsengehandelten Fonds als mit Einzelaktien handeln, können Sie den Anschluss verpassen, wenn sich ein bestimmter Aktienkurs besser entwickelt als der Markt. Ob ETFs oder Aktien für Sie geeignet sind, hängt von Ihrer Risikotoleranz, Ihren Anlage- oder Handelszielen, Ihrem Zeitplan und Ihrer Erfahrung auf dem Markt ab.

Wie kauft man ETFs?

Wenn Sie sich entschieden haben, wie Sie mit ETFs handeln wollen, können Sie sie direkt oder mit Differenzkontrakten (CFDs) bzw. anderen Derivaten kaufen. Eröffnen Sie ein Konto bei einem Broker und legen Sie anhand Ihrer bevorzugten Handelsstrategie fest, wann Sie ein- oder aussteigen.

Was ist der Unterschied zwischen einem ETF und einer Aktie?

Im Gegensatz zu einer Aktie, die Anteile an einem einzigen Unternehmen repräsentiert, ist ein ETF ein Fonds, der das Geld seiner Anleger bündelt und ein Portfolio von Vermögenswerten kauft und dann Anteile oder Aktien des Portfolios verkauft.

Zu welchen Handelszeiten findet das ETF-Trading statt?

Da ETFs an Börsen notiert sind, können sie nur während der Stunden gehandelt werden, in denen der Markt geöffnet ist. Einige Broker bieten einen vor- oder nachbörslichen Handel an. So können Trader einige Stunden vor oder nach Öffnung und Schließung des Marktes kaufen und verkaufen.

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