Was ist ein Forex-Orderblock und wie handelt man diesen?

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Was ist eine Block-Order?
Eine Block-Order bezieht sich auf eine beträchtliche Transaktion mit Finanzwerten, die groß genug ist, um den Marktkurs potenziell beeinflussen zu können, wenn sie in einem einzigen Trade ausgeführt wird. Oft werden sie in kleinere Tranchen aufgeteilt, um die Order zum bestmöglichen Kurs ausführen zu können und dabei die Marktauswirkungen zu minimieren. Auf diese Weise können Trader große Positionen erwerben oder veräußern, ohne erhebliche Kursschwankungen zu verursachen.
Während sich Block-Orders auf große Einzeltransaktionen an den Wertpapiermärkten beziehen, bezeichnen Orderblocks im Forex-Handel gezielt Preiszonen, die institutionelle Aktivitäten widerspiegeln.
Was ist ein Orderblock beim Forex-Handel?
Beim Forex-Handel bezieht sich ein Orderblock auf eine Preiszone, in der institutionelle Trader große Kauf- oder Verkaufsorders platziert haben, wodurch auf diesem Niveau eine erhöhte Marktaktivität entsteht. Diese Zonen repräsentieren häufig institutionelles Interesse und bieten Einblicke in potenzielle Preisbewegungen, die private Trader in ihren Strategien berücksichtigen können.
Orderblöcke können Einblicke ermöglichen, wo die großen Marktteilnehmer zuvor in den Markt ein- oder ausgestiegen sind. Private Trader können diese Informationen nutzen, um ihre Handelsstrategien fundierter zu gestalten. Sie bilden sich zum Beispiel manchmal nach Phasen der Marktkonsolidierung, womit eine größere Preisbewegung signalisiert wird.
Außerdem können Orderblocks zur Erkennung von Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus verwendet werden, die beim Handel von Derivaten auf Forex-Preise, beispielsweise beim CFD-Handel, potenzielle Einstiegs- oder Ausstiegspunkte signalisieren.
Warum sind Orderblocks wichtig?
Orderblocks können wichtig sein, da sie wertvolle Einblicke in das Marktverhalten ermöglichen, insbesondere von institutionellen Tradern. Nachfolgend finden Sie einige der Möglichkeiten, wie Trader das Verstehen von Orderblocks für sich nutzen können:
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Institutionelle Aktivität – Orderblocks kennzeichnen Preiszonen, in denen institutionelle Trader große Kauf- oder Verkaufsorders platziert haben. Diese Niveaus können Bereiche mit einem erhöhten Marktinteresse darstellen.
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Wichtige Niveaus erkennen – Orderblocks können mit Unterstützungs- und Widerstandsniveaus einhergehen, was Tradern dabei hilft, potenzielle Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu erkennen.
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Genauigkeit von Trades – Das Einbeziehen von Orderblocks in eine Handelsstrategie kann Tradern dabei helfen, Störfaktoren herauszufiltern und sich auf wichtige Preiszonen zu konzentrieren.
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Risikomanagement – Die Nutzung von Orderblocks für das Setzen von Stop-Loss- und Take-Profit-Orders kann Tradern bei der Feinabstimmung ihrer Risikomanagement-Strategie helfen.
Denken Sie daran, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit keine zukünftigen Ergebnisse garantiert.
Was sind die unterschiedlichen Arten von Orderblocks?
Orderblocks lassen sich beim Forex-Handel allgemein in zwei Hauptkategorien einteilen:
Bullische Orderblocks entstehen, wenn große Kauforders bei einem bestimmten Kursniveau ein bärisches Momentum überwinden, wodurch häufig eine potenzielle Aufwärtsumkehr signalisiert wird. Das Erkennen von bullischen Orderblocks kann Tradern dabei helfen, bullische Umkehrungen und potenzielle Einstiegspunkte für Long-Positionen vorherzusehen.
Bärische Orderblocks treten auf, wenn umfassende Verkaufsorders bei einem bestimmten Preisniveau den Kaufdruck übertreffen, was häufig auf eine potenzielle Abwärtsumkehr hindeutet. Das Aufspüren von bärischen Orderblocks kann Tradern dabei helfen, bärische Trends zu prognostizieren und Möglichkeiten für den Einstieg in Short-Positionen zu erkennen.
Wie kann ich einen Orderblock erkennen?
Sie können einen Orderblock durch den Einsatz der technischen Analyse auf den Preis-Charts erkennen, um ein Preisniveau zu finden, bei dem institutionelle Trader möglicherweise große Orders platziert haben.
Darauf müssen Sie achten:
Marktkonsolidierung: Orderblocks entstehen häufig nach Phasen der Preiskonsolidierung, wenn sich der Markt innerhalb einer bestimmten Range seitwärts bewegt. Dies zeigt an, dass der Markt unentschlossen ist, oftmals noch bevor es zu größeren Kursbewegungen kommt.
„Engulfing“-Chartmuster: Suchen Sie nach Kerzen-Chartmustern, wie dem Engulfing-Muster. Bullische oder bärische Engulfing-Kerzen kennzeichnen häufig den Beginn von Orderblock-Zonen und heben Bereiche hervor, in denen Trader bedeutende Preisveränderungen erwarten können.
Breakouts und Breakdowns erkennen: Deutliche Anstiege des Handelsvolumens in der Nähe eines bestimmten Preisniveaus können eine mögliche Orderblock-Zone signalisieren, eine deutliche Bewegung aus einer Konsolidierungszone heraus kann das Vorliegen eines Orderblocks bestätigen.
Das Signal bestätigen: Indikatoren der technischen Analyse, wie der Relative-Stärke-Index (RSI), der Moving Average Convergence Divergence (MACD) und die Bollinger Bänder, können zusätzliche Einblicke zu den Positionen von potenziellen Orderblocks liefern.
Wie man einen Orderblock handelt
Der Handel mit einem Orderblock umfasst die Eröffnung von Long- oder Short-Trades in Preiszonen, bei denen institutionelle Trader in den Markt eingestiegen sind.
Nachfolgend finden Sie einige einfache Schritte, mit denen Sie beginnen können:
- 1 Den Orderblock erkennenNutzen Sie die zuvor beschriebenen Techniken zur Bestimmung potenzieller bullischer oder bärischer Orderblocks auf Ihrem Chart.
- 2 Auf die Preisbestätigung wartenEine Rückkehr zum Orderblock, wenn der Kurs über oder unter die Konsolidierungszone ausbricht. Dies stellt einen potenziellen Einstiegspunkt dar und könnte durch Kerzenformationen, ein erhöhtes Volumen oder durch die Übereinstimmung mit anderen Indikatoren abgebildet werden.
- 3 Einstiegsorders setzenErwägen Sie eine Long-Position bei einem bullischen Orderblock, wenn sich der Kurs zum Block zurückbewegt und Anzeichen einer Aufwärtsbewegung zeigt.
- Erwägen Sie eine Short-Position bei einem bärischen Orderblock, wenn sich der Kurs zum Block zurückbewegt und auf eine Abwärtsbewegung hindeutet.
- 4 Eine Stop-Loss-Order platzierenBegrenzen Sie Ihr Risiko, indem Sie eine Stop-Loss-Order* direkt hinter der gegenüberliegenden Seite des Orderblocks platzieren.
- 5 Ausstiegspunkt und Take-Profit festlegenErkennen Sie potenzielle Ausstiegspunkte auf der Grundlage vorheriger Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. Sie könnten ein Risiko-Ertrags-Verhältnis nutzen, das Ihnen bei der Auswahl Ihres Take-Profits hilft.
- 6 Überwachen Sie den TradeBeobachten Sie den Trade durch das Verfolgen der Marktaktivität und passen Sie Ihre Strategie an die sich entwickelnden Bedingungen an.
- 7 Mit anderen Analysen kombinierenVerbessern Sie Ihre Strategie, indem Sie andere technische Indikatoren oder fundamentale Analysen einbeziehen, etwa wichtige Wirtschaftsdaten, um Ihr Trade-Setup zu bestätigen.
*Stop-Losses bieten keinen absoluten Schutz. Trader können mit zusätzlichen Kosten einen garantierten Stop-Loss festlegen.
Potenzielle Möglichkeiten und Grenzen von Orderblocks
Orderblocks können wertvolle Einblicke in das institutionelle Handelsverhalten gewähren und potenzielle Möglichkeiten für private Trader aufzeigen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht einiger wichtiger Möglichkeiten und Grenzen bei der Verwendung von Orderblocks im Forex-Handel:
Institutionelle Aktivität und Markteinblick
Orderblocks werden häufig von institutionellen Tradern wie Banken oder Hedgefonds erstellt, die große Kauf- oder Verkaufsorders ausführen.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Die wichtigsten Interessenniveaus: Orderblocks kennzeichnen Preiszonen, bei denen Institutionen große Orders platziert haben, was potenziell auf Bereiche hindeutet, in denen der Preis wahrscheinlich umkehren oder sich konsolidieren wird. |
Schwierigkeit bei der Erkennung echter institutioneller Zonen: Trader könnten Schwierigkeiten haben, zwischen echten Orderblocks und normalen Preisschwankungen zu unterscheiden. |
Verbesserter Marktkontext: Durch das Erkennen von institutioneller Aktivität können sich Trader ein deutlicheres Bild von Markttrends und Preisdynamiken machen. |
Veränderungen des institutionellen Verhaltens: Obwohl Orderblocks die historische Aktivität widerspiegeln, garantieren sie kein zukünftiges Verhalten, da Institutionen ihre Strategien anpassen oder auf neue Marktbedingungen reagieren könnten. |
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus
Orderblocks können mit Unterstützungs- und Widerstandsniveaus einhergehen, wodurch potenzielle Einstiegs- und Ausstiegspunkte geboten werden.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Verbesserte Trade-Planung: Die Verwendung von Orderblocks als Unterstützungs- oder Widerstandszonen kann Tradern dabei helfen, ihre Trades fundierter zu gestalten, etwa durch das effektivere Platzieren von Stop-Loss- und Take-Profit-Orders. |
Inkonsistente Zuverlässigkeit: Nicht alle Orderblocks werden als starke Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus dienen. In Zeiten hoher Volatilität oder wichtiger Wirtschaftsnachrichten können Preise diese Zonen durchbrechen. |
Mehr Vertrauen in Einstiege: Bullische Orderblocks können robuste Unterstützungsniveaus signalisieren, wohingegen bärische Orderblocks auf Widerstand hindeuten, was Tradern potenzielle Punkte für den Einstieg in Positionen und den Ausstieg aus Positionen bietet. | Abhängigkeit vom Zeitrahmen: Die aus Orderblocks abzuleitenden Unterstützungs- und Widerstandsniveaus können in den verschiedenen Zeitrahmen unterschiedlich effektiv sein, was potenziell zu Verwirrung oder widersprüchlichen Signalen führen kann. |
Genauigkeit und Präzision von Trades
Orderblocks können die Genauigkeit von Trades verbessern, indem sie Marktstörungen herausfiltern und wichtige Preiszonen hervorheben.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Präzise Einstiegszonen: Das Erkennen von Orderblocks ermöglicht es Tradern, klar definierte Bereiche auf dem Chart gezielt anzusteuern und dadurch die Genauigkeit ihrer Trades zu verbessern. |
Falsche Signale: Orderblocks sind nicht vollkommen unfehlbar und könnten zu falschen Signalen führen, insbesondere in unruhigen Märkten oder Märkten mit geringem Handelsvolumen. |
Verbesserte Bestätigungssignale: Kombiniert mit Indikatoren wie dem RSI oder MACD können Orderblocks eine zusätzliche Bestätigung bieten, was die Wahrscheinlichkeit eines zu frühen Einstiegs in Trades verringert. | Übermäßiges Verlassen auf ein einziges Tool: Das alleinige Verlassen auf Orderblocks ohne Einbeziehung anderer Analysemethoden kann das Risiko von Fehlern und verpassten Möglichkeiten erhöhen. |
Risikomanagement
Orderblocks können ein effektives Risikomanagement unterstützen, indem logische Zonen für Stop-Loss- und Take-Profit-Orders bereitgestellt werden.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Definierte Stop-Loss-Niveaus: Das Platzieren eines Stop-Loss direkt hinter dem Orderblock kann dazu beitragen, potenzielle Verluste zu begrenzen und das Risiko gleichzeitig überschaubar zu halten. |
Volatilitätsrisiko: Plötzliche Kursanstiege oder Nachrichtenereignisse können zur Folge haben, dass der Preis einen Orderblock durchbricht und Stop-Loss-Orders trifft, wodurch vermeidbare Verluste entstehen. |
Klare Take-Profit-Zonen: Orderblocks stimmen oft mit wichtigen Marktniveaus überein, was Tradern ermöglicht, realistische Take-Profit-Ziele zu setzen und ein günstiges Risiko-Ertrags-Verhältnis herzustellen. |
Unberechenbarkeit des Marktes: Selbst mit gut platzierten Stop-Loss- und Take-Profit-Niveaus kann sich der Markt unvorhersehbar verhalten, was die Effektivität der voreingestellten Risikoparameter verringert. |
Lernkurve und Subjektivität
Das Verstehen und der effektive Einsatz von Orderblocks erfordern Übung und Erfahrung.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Entwicklung von Skills: Indem sich Trader mit Orderblocks befassen, können sie ein tieferes Verständnis für das Preisgeschehen, die Marktstruktur und das institutionelle Verhalten aufbauen. Dieses Wissen kann auch auf andere Handelskonzepte angewendet werden. |
Hohe Subjektivität: Das Erkennen von Orderblocks ist oft davon abhängig, wie ein Trader die Preis-Charts interpretiert, was zu Abweichungen zwischen Tradern führt. |
Zugängliche Tools: Viele Plattformen bieten Charting-Tools, die das Erkennen und Markieren von Orderblocks erleichtern, was Tradern dabei hilft, Vertrauen in die eigene Analyse aufzubauen. |
Steile Lernkurve: Für neue Trader kann es schwierig sein, die Feinheiten von Orderblocks zu verstehen, vor allem ohne angemessene Ressourcen oder Mentoren. |
Marktbedingungen und Liquidität
Orderblocks sind am effektivsten in liquiden Märkten mit klaren Trends.
Potenzielle Möglichkeiten | Potenzielle Grenzen |
Effektiv in Trendmärkten: In liquiden Märkten können Orderblocks als zuverlässige Indikatoren von Unterstützung, Widerstand oder potenziellen Umkehrungen dienen und Tradern umsetzbare Einblicke liefern. | Begrenzter Nutzen in Umgebungen mit geringer Liquidität: In illiquiden Märkten oder außerhalb der Spitzenhandelszeiten können Orderblocks weniger zuverlässig sein, was zu einem sprunghaften Preisverhalten führt. |
Skalierbarkeit für Währungspaare: Hauptwährungspaare mit hoher Liquidität zeigen oft klare Orderblocks und eignen sich daher für eine Vielzahl von Handelsstrategien. |
Auswirkung von Marktbedingungen: Plötzliche Veränderungen, wie Wirtschaftsmeldungen, können Orderblock-Zonen vorübergehend unwirksam machen und ihre Vorhersagekraft verringern. |
Welche Beispiele für Orderblocks gibt es?
Hier sind einige praktische Beispiele, die Ihnen zeigen, wie Orderblocks im Forex-Handel funktionieren:
Beispiel 1: Bullischer Orderblock auf EUR/USD
Das Forex-Währungspaar EUR/USD befindet sich in einem Abwärtstrend. Ein Trader erkennt eine bullische Engulfing-Kerze auf dem täglichen Preis-Chart. Diese Kerze verschlingt die vorherige bärische Kerze und deutet somit auf eine mögliche Aufwärtsumkehr hin.
Der Trader zeichnet ein Rechteck um die Preisrange der bärischen Kerze vor der Engulfing-Kerze und wartet darauf, dass der Preis wieder in diese Zone zurückkehrt. Der Preis geht in diese Zone zurück, was zeigt, wo institutionelle Trader wahrscheinlich große Kauforders platziert haben, wodurch die Rolle als bullischer Orderblock verstärkt wird. Sobald ein bullisches Bestätigungssignal (z. B. eine Hammer-Kerze) auftritt, wird eine Long-Position eingegangen.
Zur Begrenzung des Risikos setzt der Trader einen Stop-Loss unter der Orderblock-Zone und einen Take-Profit beim nächsten bedeutenden Widerstandsniveau.
Beispiel 2: Bärischer Orderblock auf GBP/USD
Der Preis von GBP/USD ist kontinuierlich gestiegen. Ein Trader erkennt ein bärisches Engulfing-Muster auf dem Vier-Stunden-Chart. Diese Kerze verschlingt die bullische Kerze davor und deutet somit auf eine mögliche Abwärtsumkehr hin.
Der Trader kennzeichnet die Preisrange der bullischen Kerze vor dem Engulfing-Muster und wartet darauf, dass der Preis wieder in die Orderblock-Zone zurückkehrt. Sobald ein bärisches Bestätigungssignal auftritt, wird eine Short-Position eingegangen.
Zur Begrenzung des Risikos platziert der Trader einen Stop-Loss über der Orderblock-Zone und einen Take-Profit beim nächsten erwarteten Unterstützungsniveau.