StartseiteMarktanalyseUS-Haushaltsstreit (Government Shutdown) – Alles, was Sie wissen müssen

US-Haushaltsstreit (Government Shutdown) – Alles, was Sie wissen müssen

Wiederkehrende Haushaltsstreitigkeiten gehören in den Vereinigten Staaten nahezu fast schon zur politischen Routine.
Von Timo Emden
Fotoquelle: Shutterstock

Doch können diese regelmäßig für Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten sorgen. Dabei streiten sich die Verantwortlichen beispielsweise darum, wie viel Geld der Staat ausgeben darf und wofür – eine Debatte, die vor allem in den Vereinigten Staaten konfliktgeladen ist. Ein ungelöster Haushaltskonflikt in den USA kann dazu führen, dass Teile der Regierung temporär ihre Arbeit niederlegen müssen, sodass die Haushaltsverhandlungen zu einem politischen Druckmittel werden können.

Erhalten Sie im Folgenden alle wichtigen Informationen rund um den vergangenen Haushaltsstreit und dem daraus resultierenden „Government Shutdown“ und ob es in Zukunft erneut zu einer Wiederholung des Szenarios kommen könnte.

Keyfacts

Der letzte „Government Shutdown“ gilt als der längste Regierungsstillstand in der US-Geschichte

Vom 1. Oktober bis zum 12. November 2025 wiesen die USA keinen gültigen Bundeshaushalt mehr auf, sodass die Regierung teilweise ihren Betrieb einstellen musste

Auswirkungen sind beispielsweise durch fehlende oder verzögerte Wirtschaftsdaten auch auf die Finanzmärkte möglich

Die Schuldenobergrenze könnte immer wieder für politischen Druck genutzt werden, sodass die Gefahr eines erneuten Shutdowns jederzeit besteht

In Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident: Längster partieller Regierungsstillstand in der US-Geschichte 

Der letzte größere „Government Shutdown“ in den Vereinigten Staaten dauerte insgesamt 43 Tage an, da Demokraten und Republikaner nicht rechtzeitig eine Einigung über den Bundeshaushalt erzielen konnten, sodass die Regierung zumindest partiell schließen musste. Einige Bundesbehörden wurden daraufhin geschlossen, zahlreiche Angestellte freigestellt und temporär weiterbezahlt. Staatliche Dienstleistungen, welche nicht als „essenziell“ galten, wurden auf Eis gelegt.

Die Verantwortlichen lieferten sich einen monatelangen politischen Machtkampf darüber, wie viel Geld der Staat ausgeben und wie hoch die Staatsverschuldung in Zukunft ansteigen darf.  

Mit meiner Unterschrift wird die Bundesverwaltung nun wieder ihre normale Arbeit aufnehmen“, so Trump im Weißen Haus im November 2025. So waren auch die Mitarbeiter aufgefordert, wieder ihrer Arbeit nachzugehen. 

Wenige Tage zuvor hatte die zweite Kammer des US-Kongresses, das sogenannte Repräsentantenhaus, über das Gesetzespaket abgestimmt. Unter dem Strich stimmten 222 Abgeordnete dafür und 209 dagegen. 

Allerdings gelte der Übergangshaushalt nur bis Ende Januar 2026, hieß es. 

Wissenswertes: Bereits im Jahr 2019 hatte es unter Donald Trump in seiner ersten Amtszeit einen „Government Shutdown“ gegeben, welcher insgesamt 35 Tage andauerte. 

Mögliche Auswirkungen eines Shutdowns

Vom 1. Oktober bis zum 12. November 2025 hatten die USA keinen gültigen Bundeshaushalt mehr, sodass die Regierung teilweise ihren Betrieb einstellen musste. Folgende mögliche Auswirkungen eines „Government Shutdowns“ kann es in diesem Zusammenhang auf die folgenden Bereiche geben:

  • Bevölkerung: Bundesangestellte könnten nur verzögert ihr Gehalt erhalten. Zudem könnten Lebensmittelhilfen für Millionen Amerikaner ausfallen und zahlreiche Flüge wegen nicht bezahlter Fluglotsen gestrichen werden

  • Konjunkturdaten: Könnten nur mit Verzögerung oder teils gar nicht veröffentlicht werden 

  • Wirtschaft: Die Unsicherheit könnte die Wirtschaft belasten und auch die Kreditwürdigkeit schwächen

  • Politisch: Politisches Vertrauen in die Regierung könnte belastet werden

Beispielsweise wurden die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für die Monate November und Oktober erst Mitte Dezember 2025 veröffentlicht und damit nach dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am 12.12.2025. Die Währungshüter mussten somit Jobdaten von privaten Instituten heranziehen. 

Kurzfristig orientierte Anleger dürften in diesem Zusammenhang sensibel auf einen möglichen „Government Shutdown“ reagieren. Die Aktienmärkte könnten in diesem Zusammenhang eine erhöhte Volatilität aufweisen. 

Das Aufschieben bzw. das Ausbleiben der Veröffentlichung von Statistiken senkt allerdings die Transparenz über die aktuelle wirtschaftliche Konstellation und kann somit auch Anleger verunsichern bzw. zur Zurückhaltung bewegen. Die politischen Unwägbarkeiten können nicht zuletzt auch Konsumenten als auch Firmen belasten.

Könnte es einen neuen Konflikt geben?

Zu beachten gilt, dass die Schuldenobergrenze immer wieder für politischen Druck genutzt werden könnte, sodass die Gefahr eines erneuten Shutdowns jederzeit bestehen dürfte. Zudem könnten sich Mehrheiten im Kongress verschieben.

Fazit

Der US-Haushaltsstreit stellt kein neues Phänomen dar, sondern darf viel mehr als Ausdruck struktureller Spannungen innerhalb des politischen Systems verstanden werden. Politische Blockaden zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress können vor diesem Hintergrund immer wieder für eine erhöhte Volatilität sorgen. In Zeiten großer Meinungsverschiedenheiten besteht das Risiko, dass eine Kompromisslösung erst in letzter Minute oder sogar auch gar nicht zustande kommt.

Der vergangene US-Haushaltsstreit aus dem Jahr 2025 ist in einem „Government Shutdown“ geendet, da sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Bundeshaushalt haben einigen können. So mussten einige Bundesbehörden schließen, Angestellte wurden freigestellt und staatliche Institutionen haben ihre Arbeit auf Eis legen müssen. 

Auch in Zukunft sollten sich Anleger auf die Möglichkeit eines erneutes Haushaltsstreit bzw. „Government Shutdowns“ einstellen. In diesem Zusammenhang könnten auch die Finanzmärkte unmittelbar betroffen sein, da es beispielsweise erneut zum Ausfall bzw. Verzögerung wichtiger Wirtschaftsdaten kommen könnte.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauerte der letzte Haushaltsstreit in den USA an?

Der letzte größere Haushaltsstreit in den Vereinigten Staaten dauerte insgesamt 43 Tage an, da Demokraten und Republikaner nicht rechtzeitig eine Einigung über den Bundeshaushalt haben erzielen können, sodass die Regierung zumindest partiell schließen musste (Government Shutdown). Einige Bundesbehörden wurden daraufhin geschlossen, zahlreiche Angestellte freigestellt und temporär weiterbezahlt. Staatliche Dienstleistungen, welche nicht als „essenziell“ gelten, wurden auf Eis gelegt.

Worum ging es beim letzten Haushaltsstreit im Jahr 2025?

Die Verantwortlichen lieferten sich einen monatelangen politischen Machtkampf darüber, wie viel Geld der Staat ausgeben und wie hoch die Staatsverschuldung in Zukunft ansteigen darf.  

Mit meiner Unterschrift wird die Bundesverwaltung nun wieder ihre normale Arbeit aufnehmen“, so Trump im Weißen Haus im November 2025. So waren auch die Mitarbeiter aufgefordert, wieder ihrer Arbeit nachzugehen. 

Welche Auswirkungen hatte der ungelöster Haushaltsstreit und der folgende „Government Shutdown“?

Vom 1. Oktober bis zum 12. November 2025 hatten die USA keinen gültigen Bundeshaushalt mehr, sodass die Regierung teilweise ihren Betrieb einstellen musste. 

  • Bevölkerung: Bundesangestellte könnten nur verzögert ihr Gehalt erhalten. Zudem könnten Lebensmittelhilfen für Millionen Amerikaner ausfallen und zahlreiche Flüge wegen nicht bezahlter Fluglotsen gestrichen werden

  • Konjunkturdaten: Könnten nur mit Verzögerung oder teils gar nicht veröffentlicht werden 

  • Wirtschaft: Die Unsicherheit könnte die Wirtschaft belasten und auch die Kreditwürdigkeit schwächen

  • Politisch: Politisches Vertrauen in die Regierung könnte belastet werden

Droht ein neuer Haushaltsstreit in den USA?

Zu beachten gilt, dass die Schuldenobergrenze immer wieder für politischen Druck genutzt werden könnte, sodass die Gefahr eines erneuten Shutdowns jederzeit besteht. Zudem könnten sich Mehrheiten im Kongress verschieben. Allerdings gelte der Übergangshaushalt nur bis Ende Januar 2026, hieß es. 

Haushaltsstreitigkeiten und potenzielle „Government Shutdowns“ könnten auch in Zukunft Unsicherheit schüren und somit auch die globalen Finanzmärkte beeinflussen. Anleger sollten sich in diesem Zusammenhang immer wieder auf Möglichkeit erhöhter Marktschwankungen und einer eingeschränkten Datenlage einstellen.

Inwiefern wurden auch die Finanzmärkte durch den „Government Shutdown“ beeinflusst?

Beispielsweise wurden die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für die Monate November und Oktober erst Mitte Dezember 2025 veröffentlicht und damit nach dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am 12.12.2025. Die Währungshüter mussten somit Jobdaten von privaten Instituten heranziehen. 

Hat es unter Donald Trump zuvor einen „Government Shutdown“ gegeben?

Bereits im Jahr 2019 hatte es unter Donald Trump in seiner ersten Amtszeit einen „Government Shutdown“ gegeben, welcher insgesamt 35 Tage andauerte. 

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