Zinssorgen treiben Euro-Anleiherenditen hoch
Frankfurt, 24. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.40 Uhr - Die Verkaufswelle bei Anleihen aus der Euro-Zone rollt weiter, da robuste Konjunkturdaten und hohe Ölpreise die Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) anheizen. Besonders heftig ist der Ausverkauf in Frankreich, wo die hohe Verschuldung und politische Ungewissheit die Anleger umtreiben. Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihen steigt auf 4,689 Prozent und markiert den höchsten Stand seit Ende Juli 2008. Der Renditeaufschlag, den Anleger für zehnjährige französische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Papieren verlangen, klettert auf 111 Basispunkte und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2012. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen zieht auf ein Neun-Tages-Hoch von 3,571 Prozent an, nach 3,548 Prozent am Vortag. Die Verzinsung der italienischen Pendants erhöht sich auf 4,533 Prozent.
10.15 Uhr - Trotz des besser als erwartet ausgefallenen Ifo-Index gibt der Dax.GDAXI leicht nach. Der deutsche Leitindex fällt um bis zu 0,9 Prozent auf ein Tagestief von 25.180 Zähler. Zuvor hatte der Dax gut 0,4 Prozent schwächer notiert. Der Euro liegt kaum verändert bei 1,1392 Dollar. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im September auf 89,9 Punkte, nach 88,8 Zählern im August und damit das fünfte Mal in Folge. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 89,0 Punkten gerechnet.
07.55 Uhr - Nach einer Kaufempfehlung der Citigroup stehen die Papiere des Triebwerkslieferanten MTU Aero EnginesMTXGn.DE am Donnerstag bei Lang & Schwarz an der Dax.GDAXI-Spitze. Die Titel legen drei Prozent zu. Die Analysten haben die Aktien auf "Buy" von "Sell" gesetzt.