Werte und Dividendenjagd stützen Nikkei
Frankfurt/Tokio, 25. Sep (Reuters) - Die japanischen Börsen haben sich zum Wochenschluss trotz eines anhaltenden Ausverkaufs am globalen Anleihemarkt robust gezeigt. Da die Aktienmärkte in Festlandchina und Südkorea am Freitag feiertagsbedingt geschlossen blieben, blieb das Handelsvolumen in der Region jedoch insgesamt gering. Der Tokioter Leitindex Nikkei.N225 legte um gut ein Prozent auf 66.366 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix.TOPX gewann in etwa genauso viel auf 4129 Zähler. Daisuke Hashizume, Stratege beim Finanzdienstleister Daiwa, führte das Plus auf Käufe vor dem Stichtag für Zwischendividenden am Montag und erneute Kursgewinne bei Technologieaktien zurück.
Der japanische Branchenindex für Bankaktien8035.T, die in der Regel höhere Dividenden zahlen, gehörte mit einem Plus von rund vier Prozent zu den größten Gewinnern. Im Technologiesektor kletterten die Aktien der Chipausrüster Tokyo Electron8035.T und Advantest6857.T um 4,5 und 2,5 Prozent. Gegen den Trend fielen die Papiere des Technologieinvestors SoftBank Group9984.T um drei Prozent. Händler verwiesen auf einen Kursrutsch bei OracleORCL.N, einem Partner von SoftBank. Ein Medienbericht über Probleme bei einem Rechenzentrumsprojekt des US-Softwarekonzerns hatte dessen Aktien am Donnerstag um 3,5 Prozent ins Minus gedrückt.
Der Hongkonger Hang-Seng-Index.HSI fiel indes um rund 1,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Die Anleger warteten laut Händlern auf weitere Signale vom Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Zwar erwarte niemand einen diplomatischen Durchbruch, sagte Khoon Goh, Chefanalyst bei der Australia and New Zealand Banking Group. "Aber ich denke, das Wichtige ist, dass die Beziehungen nach unten abgesichert wurden, was für sich genommen schon bedeutsam ist."
Auch in Japan sorgten diplomatische Gespräche für Aufsehen. Trump äußerte bei einem Treffen mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Bedenken über die Schwäche der japanischen Währung. Takaichi habe Trump geantwortet, dass ein unterbewerteter Yen grundsätzlich problematisch sei, teilte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama am Freitag mit. Der Dollar verlor daraufhin ein halbes Prozent auf 158,08 Yen.
Am Anleihemarkt kletterte die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996. "Die globalen Anleihemärkte schlagen Alarm, und das zu ignorieren könnte sehr teuer werden", warnte Nigel Green, Chef des Finanzberaters deVere Group. Sobald die risikofreien Zinsen in den USA über fünf Prozent lägen, müsse jeder Vermögenswert seinen Preis rechtfertigen.
Asiatische Aktienindizes am Freitag | Kurse um 08:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | 66.323,82 | +1,2% |
Topix.TOPX | 4.129,89 | +1,3% |
Shanghai.SSEC | Kein Handel | |
CSI300.CSI300 | Kein Handel | |
Hang Seng.HSI | 24.399,80 | -1,5% |
Kospi.KS11 | Kein Handel | |
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Währungen | Kurse um 08:00 Uhr | |
Euro/Dollar | 1,1374 | |
Pfund/Dollar | 1,3216 | |
Dollar/Yen | 158,23 | |
Dollar/Franken | 0,8288 | |
Dollar/Yuan | 6,7128 | |
Dollar/Won | 1.359,65 |