Wall Street uneinheitlich - KI-Werte weiter unter Druck

Von Reuters News

- Der Ausverkauf bei den US-Technologieaktien hat sich zum Wochenschluss fortgesetzt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq.IXIC notierte zur Eröffnung gut ein halbes Prozent höher bei 26.583 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500.SPX lag kaum verändert bei 7750 Zählern. Der Dow-Jones-Index.DJI der Standardwerte rückte hingegen um gut ein halbes Prozent auf 52.465 Stellen vor.

Erneute Sorgen über den KI-Sektor belasteten die technologielastigen Indizes. Die Papiere des von NvidiaNVDA.O unterstützten Rechenzentren-Betreibers CoreWeaveCRWV.O fielen um mehr als sieben Prozent. Händler verwiesen auf anhaltende Sorgen über die Schuldenlast des Unternehmens. Auch die Aktien der Chip-Hersteller Micron TechnologyMU.O und IntelINTC.O gaben drei und 1,5 Prozent nach. Gegen den Trend legten die Aktien von TeslaTSLA.O um rund ein Prozent zu. Der Elektroautobauer hatte einen neu gestalteten Roadster vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelt wurde.

Die KI-Aktien sind in dieser Woche stark unter Druck geraten, da Anleger befürchten, dass die Betreiber von Rechenzentren nicht rechtzeitig profitabel werden, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Dies gilt insbesondere angesichts erwarteter höherer Kreditkosten. Ein Rückgang bei Speicherchip-Aktien zu Beginn der Woche habe den Anlegern "einen Vorwand geliefert, ihr Engagement in allen KI-nahen Unternehmen zu reduzieren", sagte David Morrison, Chefanalyst bei Trade Nation. Zudem berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider, dass einige Investoren des KI-Unternehmens Anthropic angesichts der steigenden Finanzierungskosten eine niedrigere Bewertung für den bevorstehenden Börsengang erwägen.

Unter den Einzelwerten außerhalb des KI-Sektors gaben die Aktien von NetflixNFLX.O um rund 1,5 Prozent nach. Der Streamingdienst hat nach eigenen Angaben den früheren DisneyDIS.N-Manager Peter Rice zum neuen Programmchef ernannt.