Wahlen: Demokraten bangen um Senat - Trump spricht über Denkmalsanierung
Washington/Detroit, 02. Nov (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat seine letzte öffentliche Rede vor den Zwischenwahlen am Dienstag der Sanierung eines Wasserbeckens in Washington gewidmet. Bei der Wiedereröffnung des Lincoln Memorial Reflecting Pool am Montag sprach der ehemalige Immobilienunternehmer mehr als 20 Minuten lang über Rohre, Fugen und Algen. Er habe viele großartige Dinge für die Hauptstadt geplant, sagte Trump. Auf die anstehenden Kongresswahlen ging er nur kurz ein: "Wenn Sie wählen, denken Sie daran: Man darf einer Partei, die Amerika hasst, nicht erlauben, über die Menschen zu herrschen, die unser Land aufgebaut haben."
Bei den Wahlen steht die Kontrolle über den Kongress auf dem Spiel. Analysten zufolge haben die Demokraten gute Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern, während das Rennen um den Senat offener ist. Dort verteidigen Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit. In dem hart umkämpften Bundesstaat Michigan machen den Demokraten zudem interne Streitigkeiten zu schaffen. Die Abgeordnete Haley Stevens, die bei den Vorwahlen der Partei gegen Abdul El-Sayed unterlegen war, stellte sich am Wochenende hinter den republikanischen Kandidaten Mike Rogers. El-Sayeds Wahlkampfteam sammelte nach der Ankündigung am Sonntag nach eigenen Angaben 2,4 Millionen Dollar an Spenden ein.
Die Regierung in Washington versuchte unterdessen, in Wahlstreitigkeiten in den Bundesstaaten Kalifornien und Alaska einzugreifen. Trump reichte am Montag einen Eilantrag beim Supreme Court ein, um die Auszählung der Briefwahlstimmen von mehr als 20.000 registrierten Wählern in Kalifornien vorerst zu stoppen. Bundesbeamten zufolge handelt es sich bei diesen Personen wahrscheinlich nicht um US-Bürger. In Alaska wies ein Bundesrichter am Sonntag eine Klage des US-Justizministeriums ab. Die Behörde wollte die Bestätigung der Wahlergebnisse blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan knapp verlieren sollte. Das Ministerium hatte argumentiert, die Wähler könnten durch einen Herausforderer mit dem ähnlichen Namen Daniel J. Sullivan Jr. auf dem Stimmzettel irritiert werden.