Verdi will sechs Prozent mehr Geld für Beschäftigte privater Banken

Von Reuters News

- Die Gewerkschaft Verdi geht mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt in die Tarifrunde der deutschen Privatbanken. Der neue Tarifvertrag solle dabei angesichts der Unsicherheiten um die wirtschaftliche Entwicklung eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Jan Duscheck am Montag. Ein Ergebnis solle auch auf übertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden. Zudem sollen die Beschäftigten auch einen Teil ihres Gehaltes in bis zu 20 zusätzliche freie Tage pro Jahr umwandeln können.

Hintergrund der Forderung sei die "exzellente Lage der Branche" und der Inflationsdruck auf die Beschäftigten. "Spielräume für faire Gehaltsabschlüsse sind da", sagte Duscheck mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Institute um Deutsche BankDBKGn.DE und CommerzbankCBKG.DE. Aber auch der Trend zum verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in den Geldhäusern soll eine Rolle spielen: Verdi will in der Runde auch verstärkte Regeln zum Beschäftigungsschutz durchsetzen.

Die konkurrierende Gewerkschaft DBV will in den Tarifgesprächen eine Gehaltssteigerung von 9,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten durchsetzen. Die Tarifverhandlungen sollen am 8. Oktober in Berlin beginnen. Weitere Gespräche mit den Arbeitgebern sind am 2. November und 23. November anberaumt. Beide Seiten hatten sich zuletzt 2024 auf 10,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten verständigt.