Türkei: Nahost-Krise wirtschaftlich nicht mehr tragbar
19. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um die Konflikte im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
21.03 Uhr - Die Krise im Nahen Osten ist nach den Worten des türkischen Außenministers Hakan Fidan wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Es sei zudem inakzeptabel, dass Saudi-Arabien in den Krieg zwischen den USA und dem Iran hineingezogen werde, sagt Fidan dem Sender NTV. Das Königreich habe nicht die Absicht, sich an dem Konflikt zu beteiligen. Wegen der anhaltenden Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen benötige Riad möglicherweise militärische Unterstützung. Die Türkei werde dies im Rahmen eines trilateralen Verteidigungspakts mit Pakistan prüfen. Um die Kämpfe zu beenden, seien allen Seiten Vorschläge unterbreitet worden.
20.41 Uhr - Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco in der saudiarabischen Stadt Janbu angegriffen. Zudem haben sie demnach mit ballistischen Raketen und Drohnen als empfindlich bezeichnete Ziele in der Hauptstadt Riad beschossen. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.
18.24 Uhr - Der Iran hat den USA über Vermittler seine Bedingungen für ein Kriegsende übermittelt und wartet auf eine Antwort von US-Präsident Donald Trump. Zu den Forderungen zählen die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder sowie die Aufhebung der Seeblockade, sagt der iranische Sicherheitschef Mohsen Resai dem Sender Al Jazeera. Die Gespräche mit Katar und Pakistan dauerten an. Zudem wolle die Regierung in Teheran, dass der Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen beendet wird.
13.55 Uhr - Nahe dem Hauptflughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad steigt nach Explosionsgeräuschen eine große schwarze Rauchsäule auf. Dies ist auf Reuters-Bildmaterial zu sehen, zudem berichtete ein Reuters-Reporter vor Ort von Detonationen. Zuvor hatten die saudischen Behörden Warnungen für die Region herausgegeben, am Morgen jedoch Entwarnung erteilt. Eine Stellungnahme der Regierung zu dem Rauch liegt zunächst nicht vor. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen greifen Saudi-Arabien seit Juli verstärkt an.
05.15 Uhr - Südkorea will einen wesentlichen Beitrag zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt in der Straße von Hormus leisten. Dies teilt das Außenministerium in Seoul nach einem Treffen von Außenminister Cho Hyun mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington mit. Zudem vereinbarten beide Seiten eine rasche Umsetzung südkoreanischer Investitionszusagen in den USA. Dabei geht es um ein Handelsabkommen über Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in die US-Industrie im Gegenzug für auf 15 Prozent gesenkte Zölle auf koreanische Importe.