Trump und Tech-Bosse suchen Balance bei KI-Regulierung
Washington, 28. Sep (Reuters) - US-Präsident Donald Trump und führende Vertreter der Technologiebranche beraten am Dienstag über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz (KI). Bei dem Treffen im Weißen Haus soll es darum gehen, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und staatlicher Aufsicht zu finden, wie der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, am Montag dem Sender Fox Business Network sagte. An den Gesprächen nehmen Insidern zufolge unter anderem MetaMETA.O-Chef Mark Zuckerberg, NvidiaNVDA.O-Chef Jensen Huang sowie hochrangige Vertreter von OpenAI und Anthropic teil. Zudem könnten GoogleGOOGL.O-Chef Sundar Pichai und TeslaTSLA.O-Boss Elon Musk dabei sein.
Die US-Regierung will eine Überregulierung vermeiden, um im Wettbewerb mit China nicht ins Hintertreffen zu geraten. "Wir brauchen kein Moratorium", erklärte Johnson. Die Innovation müsse weitergehen, jedoch seien Transparenz und eine gewisse Aufsicht nötig. Trump hatte Bedenken wegen eines möglichen Missbrauchs der Technologie zuletzt zurückgewiesen und auf bestehende Kontrollmechanismen durch das Justizministerium verwiesen. Führende KI-Unternehmen wie Anthropic, OpenAI und Google warnen dagegen vor den Gefahren für die Menschheit und fordern ein langsameres Entwicklungstempo sowie ein gemeinsames Vorgehen der Regierungen. Trump hatte sich am Sonntag mit Anthropic-Chef Dario Amodei zu einem Abendessen getroffen.
Der zurückhaltende Ansatz des Präsidenten stößt im Kongress auf Kritik. Angesichts von Sicherheitsbedenken, drohenden Arbeitsplatzverlusten und der Machtkonzentration bei wenigen Tech-Konzernen fordern Abgeordnete ein stärkeres Eingreifen des Staates. Der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, verwies darauf, dass die Branchenführer selbst staatliche Maßnahmen verlangten. Der Kongress habe die Pflicht, die Bevölkerung zu schützen. Beim Thema KI-Sicherheit müsse man nun mutig und verantwortungsbewusst handeln, sagte Jeffries dem Sender CNBC.