Trump nimmt Importe von Windenergieanlagen aufs Korn

Von Reuters News

- US-Präsident Donald Trump hat den Import von Windkraftanlagen und deren Bauteilen als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft. Er verzichtete ) jedoch vorerst auf neue Handelsbeschränkungen wie Zölle. Stattdessen wies er Regierungsvertreter an, Verhandlungen mit den Partnerländern aufzunehmen und innerhalb von 180 Tagen Bericht zu erstatten. Weitere Maßnahmen könnten später folgen, teilte das Präsidialamt mit. Einer Untersuchung des Handelsministeriums zufolge gefährden die Anlagen die Sicherheit durch Cyberrisiken bei ausländischen Geräten, Störungen von Radarsystemen und eine zunehmende Abhängigkeit vom Ausland.

Trump bekräftigte in dem Erlass seine langjährige Kritik, dass Windenergie unzuverlässig sei und das US-Stromnetz belaste. Der Schritt geht auf eine im vergangenen Jahr eingeleitete Untersuchung der US-Regierung zu den Auswirkungen von Importen auf die nationale Sicherheit zurück. Zu den wichtigsten Lieferanten von Windkraftanlagen und Komponenten für die USA gehören nach Daten der Denkfabrik American Action Forum neben Mexiko und Indien auch europäische Länder wie Deutschland, Dänemark und Frankreich.


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Der Windturbinenhersteller Siemens EnergyENR1n.DE verwies darauf, dass er einen großen Teil seines Windenergiegeschäfts innerhalb der USA betreibt. "Siemens Energy ist mit seinem Windgeschäft seit vielen Jahren in den USA präsent und betreibt dort unter anderem Produktionsstätten für Gondeln und Rotorblätter von Onshore-Windenergieanlagen", sagte ein Sprecher. Darüber hinaus verfüge der Konzern über ein etabliertes Servicenetz zur Unterstützung seiner installierten Flotte und Kunden im ganzen Land.

Der Bundesverband Windenergie zeigte sich besorgt: Trump habe zwar zunächst keine neuen Zölle verhängt, sondern Verhandlungen mit Handelspartnern angeordnet, erklärte ein Sprecher. "Dennoch schafft die Entscheidung Unsicherheit für deutsche Windenergiehersteller und ihre Zulieferer." Sollten weitere Zölle oder Importbeschränkungen folgen, könnten sich deutsche Windenergieanlagen und Komponenten auf dem US-Markt verteuern. Das würde ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und Aufträge, Investitionen und Arbeitsplätze gefährden.