TK Accelis bei Börsendebüt mit 1,77 Milliarden Euro bewertet

Von Reuters News
Ilse Henne, CEO der Materialhandelssparte von Thyssenkrupp, tk accelis, und Thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez posieren neben der Stier- und Bärenstatue am Tag der Ausgliederung von tk accelis und dem Beginn des Handels als eigenständiges börsennotiertes Unter

- Der von ThyssenkruppTKAG.DE abgespaltene Werkstoffhändler TK AccelisTKCC.DE ist bei seinem Börsendebüt mit 1,77 Milliarden Euro bewertet worden. Der erste Kurs wurde am Mittwoch an der Frankfurter Börse bei 27,80 Euro festgestellt, danach arbeitete sich die Aktie bis auf 30,52 Euro nach oben. Die Analysten von Jefferies hatten den Börsenwert zuvor auf 2,1 bis 4,1 Milliarden Euro taxiert. Die Aktionäre von Thyssenkrupp hatten für je 20 Aktien ein TK-Accelis-Papier in die Depots gebucht bekommen. Der Mutterkonzern behält 51 Prozent der Anteile. Thyssenkrupp-Aktien fielen im Gegenzug um 8,6 Prozent auf 13,41 Euro. Für die Thyssenkrupp-Aktionäre hat sich der Schritt damit gelohnt: Der Wert ihres Depots ist um etwa zwei Prozent gestiegen.

Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez sprach auf dem Parkett vom "Beginn eines neuen Kapitels" für TK Accelis. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Materialhändler zu einem Lieferketten-Spezialisten entwickelt. Die ehemalige Thyssenkrupp Materials Services beschäftigt in 30 Ländern rund 15.500 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro.

Die Abspaltung gebe der Tochter mehr Freiheiten, sagte Lopez. Sie ist Teil seiner Strategie, den Mischkonzern in eine Finanzholding umzuwandeln. Vorher waren schon der Wasserstoff-Spezialist Thyssenkrupp NuceraNCH2.DE und der Rüstungskonzern TKMSTKMS.DE an die Börse gebracht worden.

TK Accelis gehört für einen Tag - wie Thyssenkrupp - dem Nebenwerteindex MDax.MDAXI an. Damit sollen etwa Indexfonds Zeit bekommen, ihre Aktien zu verkaufen. Investmentbanken schätzen, dass dabei 10 bis 15 Prozent der TK-Accelis-Aktien umplatziert werden müssen.