Slowakei fordert EU-Sondergipfel wegen hoher Spritpreise

Von Reuters News

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.


12.49 Uhr - Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico fordert angesichts steigender Kraftstoffpreise einen EU-Sondergipfel. Die Europäische Union überlasse die Mitgliedstaaten den "schrecklichen Auswirkungen der Ölkrise", erklärt Fico in einer Stellungnahme. Er kündigt zudem für Mittwoch eigene Maßnahmen der slowakischen Regierung zur Preiskontrolle an. Fico unterhält enge Beziehungen zu Russland und kritisiert zunehmend die EU und die Nato unter anderem wegen ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine.

12.38 Uhr - Ein neues Kontingent von US-Truppen ist nach Angaben des litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda "bereits auf dem Weg" in das baltische Nato-Land. Die US-Militärpräsenz in Litauen sei ein unverzichtbarer Teil der Abschreckung und kollektiven Verteidigung, schreibt Nauseda auf der Kurznachrichtenplattform X. Er dankt US-Präsident Donald Trump und der US-Regierung für den Schritt, der wichtig für Litauen und die Sicherheit der Region sei. Die USA ziehen derzeit Tausende Soldaten aus Europa ab. Litauen hatte im Juni mitgeteilt, dass die USA ihre künftige Truppenstationierung in dem Land überprüfen.


11.38 Uhr - Bei einem russischen Raketenangriff im zentralukrainischen Gebiet Poltawa ist eine Öl- und Gasanlage schwer beschädigt worden. Mindestens fünf ballistische Raketen haben in der Nacht die technischen Anlagen getroffen, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilt. Diese seien zum Zeitpunkt des Angriffs bereits stillgelegt gewesen.Dem Unternehmen zufolge machen die jüngsten Schäden eine Instandsetzung und den Betrieb des Standorts praktisch unmöglich. Der nicht namentlich genannte Komplex sei seit 2022 mehrfach angegriffen worden.

07.49 Uhr - In der russischen Region Samara an der Wolga haben ukrainische Drohnen nach Behördenangaben zivile Ziele getroffen. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilt auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit, die Luftabwehr habe in der Nacht zwar Dutzende Drohnen abgeschossen. Dennoch seien Privathäuser und Autos beschädigt worden. In der Region befinden sich wichtige Industrieanlagen wie Ölraffinerien. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt Samara, Iwan Noskow, ist ein Angriff auf die mehr als 1000 Kilometer südöstlich von Moskau gelegene Stadt abgewehrt worden. Sowohl die Ukraine als auch Russland weisen Vorwürfe zurück, gezielt zivile Objekte ins Visier zu nehmen.

07.38 Uhr - Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Handscha drei Menschen getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, die eigenen Streitkräfte hätten einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine ausgeführt. Dabei seien Industrie- und Militäranlagen, der Energie- und Treibstoffsektor sowie die Hafeninfrastruktur und Militärschiffe getroffen worden.

03.10 Uhr - Der Kreml räumt kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilt die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren. In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagt er in einem Video auf Facebook. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UN-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben.