Selenskyj: Starlink-Drosselung behindert ukrainische Drohnenabwehr
17. Okt (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.26 Uhr - Die Ukraine kann nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Abfangsysteme gegen russische Drohnenangriffe wegen Einschränkungen beim Satelliten-Internetdienst Starlink nicht einsetzen. Die Regierung in Kiew erörtere das Problem mit US-Vertretern, teilt Selenskyj mit. Den ukrainischen Behörden sei erklärt worden, dass die Einschränkungen auf technische Probleme zurückzuführen seien. Bei Tests auf dem Gebiet der Europäischen Union habe das System dagegen mit höheren Geschwindigkeiten funktioniert.
11.48 Uhr - Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht mehr als 15 ukrainische Energieanlagen im Westen und im Zentrum des Landes angegriffen. Die russische Armee habe ihre Kampagne gegen das Energiesystem ausgeweitet und versuche, die ukrainischen Reserven und Reparaturkapazitäten so weit wie möglich zu strapazieren, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Der russische Präsident Wladimir Putin weist unterdessen die Regierung an, ein Programm zur Reparatur von Handels- und Logistikinfrastruktur auf den Weg zu bringen, die bei ukrainischen Angriffen beschädigt wurde. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Kreml.
10.01 Uhr - Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht großflächig ukrainische Infrastrukturziele angegriffen. Darunter befinde sich das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih, das dem Konzern ArcelorMittalMT.LU gehört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Anlage hat ihren Betrieb nach einer Reihe russischer Raketenangriffe seit September eingestellt. Zudem seien ein Umspannwerk in Schytomyr, ein weiteres Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden. Letzteres habe Militärgüter für den Hafen von Odessa geladen. Unterdessen wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod eine Frau getötet, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Rettungskräfte meldet.
08.28 Uhr - Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Cherson ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Dabei handele es sich um den Fahrer eines Rettungswagens, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, auf Telegram mit. Weitere 19 Personen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind.
03.05 - US-Präsident Donald Trump setzt per Dekret bestimmte gegen Russland verhängte Sanktionen und Beschränkungen aus. Das Dekret betrifft auch Zölle auf russische Waren. Die Maßnahmen sind im sogenannten Graham-Gesetz von 2026 verankert. Trump habe dem Kongress dazu eine Erklärung vorgelegt. Der Schritt liege im nationalen Interesse der USA, teilt das Weiße Haus mit.