Scout24 mit stärkerem Wachstum - Spanien-Geschäft zieht an

Von Reuters News

- Beim Münchner Immobilienportal-Betreiber Scout24G24n.DE hat das Wachstum im dritten Quartal angezogen. Das Unternehmen führt das auf den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in seinen Produkten rund um das Portal "Immoscout24" zurück. Der Umsatz stieg von Juli bis September um fast 20 Prozent auf 198,2 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 16 Prozent auf 120,8 Millionen Euro, wie Scout24 am Mittwoch mitteilte. Das entspricht einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 60,9 (Vorjahr: 62,9) Prozent. Ohne den 153 Millionen Euro teuren Kauf der spanischen Portale Fotocasa und Habitaclia wären es 63,5 Prozent gewesen. Doch auch in Spanien mache Scout24 Fortschritte, hieß es in der Mitteilung.

Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr nun ein Wachstum des Umsatzes von 18 Prozent, am oberen Rand der bisherigen Spanne von 16 bis 18 Prozent. Nach neun Monaten steht ein Plus von genau 18 Prozent zu Buche. Sieben bis acht (bisher: sechs bis sieben) Prozent soll das zugekaufte Spanien-Geschäft dazu beitragen. Die Ebitda-Marge soll bis zu 61 Prozent erreichen, nach neun Monaten liegt sie bei 60,4 Prozent. Bereinigt um die Zukäufe erwartet Scout24 weiter bis zu 64 Prozent.

Mit Hilfe von KI sollen die privaten Kunden von Scout24 ihre Chancen auf den Zuschlag für eine Wohnung oder die Einladung zu Wohnungsbesichtigungen verbessern. Maklern und anderen Immobilien-Profis soll sie lästige Routinearbeiten abnehmen. Bei Scout24 sorge die Künstliche Intelligenz für einen Rückgang der Personalkosten. "Die zunehmende Nutzung unserer KI-Produkte bestätigt unseren Kurs", sagte Vorstandschef Ralf Weitz. Das Wachstum bei den Abonnements privater Wohnungssucher habe sich beschleunigt. Mit Immobilien-Profis wächst Scout24 aber weiterhin mehr als doppelt so schnell. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die sich bietenden Chancen nutzen und unsere Wachstumsdynamik 2027 fortsetzen werden", sagte Weitz.