Saudi-Arabien verschiebt Investorenkonferenz wegen Iran-Krieg auf 2027
19. Okt (Reuters) - Saudi-Arabien verlegt wegen des Iran-Kriegs seine wichtigste Investorenkonferenz auf das kommende Jahr. Die "Future Investment Initiative" (FII) war ursprünglich für den 26. bis 29. Oktober geplant. Ein genauer neuer Termin solle in Kürze bekanntgegeben werden, teilten die Organisatoren am Montag mit. Man wolle sicherstellen, dass die Veranstaltung "den vollen Umfang, die außergewöhnliche Qualität und den unvergesslichen Eindruck" biete, die die Teilnehmer erwarteten, hieß es zur Begründung. Dem Nachrichtenportal Semafor zufolge hatten große Banken und Finanzinvestoren intern Sicherheitsbedenken bezüglich einer Reise in das Königreich geäußert.
Die staatlich unterstützte Konferenz, die inoffiziell auch "Davos in der Wüste" genannt wird, gilt als Pflichttermin für die globale Finanzelite. Saudi-Arabien will damit Milliardeninvestitionen anlocken, um seine Wirtschaft unabhängiger vom Öl zu machen. Auf der Gästeliste für die zehnte Auflage standen einem Programmentwurf zufolge unter anderem die Chefs von Goldman SachsGS.N, Standard CharteredSTAN.L und Citi. In den vergangenen Wochen war das Land jedoch verstärkt ins Visier der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen geraten. Diese griffen militärische und zivile Ziele an, darunter den Hauptsitz des staatlichen Ölkonzerns Aramco und den internationalen Flughafen von Riad. Dabei wurden in diesem Monat mindestens 18 Menschen getötet und Hunderte verletzt.