Salzgitter hebt nach HKM-Übernahme Gewinnprognose an
Frankfurt, 28. Okt (Reuters) - Der Stahlkonzern SalzgitterSZGG.DE hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr dank guter Geschäfte und der Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) angehoben. Das Unternehmen erwartet nun für 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 800 und 875 Millionen Euro, wie Salzgitter am Mittwoch mitteilte. Der Konzern hatte 725 bis 825 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose von rund zehn Milliarden Euro behielt das Unternehmen bei.
Im dritten Quartal hätten sich die Stahlerzeugung und das Handelsgeschäft positiver als erwartet entwickelt, erläuterte Salzgitter. Außerdem dürfte die vollständige Einbeziehung von HKM in die Bilanz das operative Ergebnis im laufenden Jahr um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erhöhen. Salzgitter hatte sich im Juli mit ThyssenkruppTKAG.DE und Vallourec darauf geeinigt, deren Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen und alleiniger Eigentümer zu werden.
In den ersten neun Monaten kletterte das bereinigte Ebitda auf 659 Millionen Euro nach 224 Millionen Euro im Vorjahr. Der bereinigte Vorsteuergewinn lag bei 353 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 72,7 Millionen Euro angefallen war. Die Beteiligung am Kupferkonzern AurubisNAFG.DE steuerte 252 Millionen Euro zum Ergebnis bei, was Salzgitter als "sehr erfreulich" bezeichnete. Das im MDax gelistete Unternehmen will die endgültigen Zahlen am 12. November vorlegen.