Ryanair will Passagierzahl im Baltikum nach airBaltic-Krise verdoppeln
Dublin, 17. Sep (Reuters) - Europas größter Billigflieger RyanairRYA.I will seine Passagierzahlen im Baltikum in den kommenden fünf Jahren verdoppeln und damit von der Krise des Konkurrenten airBaltic profitieren. Bis 2031 wolle Ryanair jährlich elf Millionen Sitzplätze in Lettland, Estland und Litauen anbieten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dazu solle die Zahl der in der Region stationierten Flugzeuge von sieben auf 16 erhöht werden. Erst am Montag hat die lettische Staatsairline airBaltic ein Gläubigerschutzverfahren nach US-Recht eingeleitet. Die Fluggesellschaft will ihre Flotte um ein Drittel verkleinern.
"Dieses Angebot ist nach der Ankündigung von airBaltic, die Flotte um ein Drittel zu verkleinern, umso wichtiger", erklärte Ryanair-Kommerzchef Jason McGuinness. Die Expansion ist Teil der langfristigen Wachstumsstrategie von Ryanair. Die Iren wollen ihre Passagierzahlen bis 2034 auf 300 Millionen im Jahr steigern, nach 208 Millionen im Geschäftsjahr bis Ende März 2026. Im Baltikum profitieren jedoch nicht alle Länder gleichermaßen von den Plänen. Während Ryanair wegen gesenkter Flughafengebühren im Winter zehn neue Strecken ab Riga anbietet, wird das Angebot in Litauen und Estland wegen gestiegener Gebühren um 25 Prozent gekürzt.