Prognosesenkung von Rheinmetall vergrault Anleger

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


09.20 Uhr - Anleger haben bei RheinmetallRHMG.DE nach einer erneuten Prognosesenkung Reißaus genommen. Die Aktien fielen in der Spitze um 18,4 Prozent auf 818,70 Euro und waren mit Abstand größter Verlierer im Dax. Der Rüstungskonzern hat zum zweiten Mal binnen drei Monaten seine Ziele heruntergeschraubt. Als Grund nannte Rheinmetall unter anderem eine wahrscheinliche Verzögerung bei der Auftragsvergabe für das Boxer-Radpanzer-Projekt "Arminius". "Der Boxer-Auftrag scheint nicht die ganze Wahrheit zu sein", sagte ein Händler mit Verweis auf den schwachen Auftragseingang und den negativen Cashflow. Die Analysten von Jefferies zeigten sich überrascht von dem Ausmaß der Prognosesenkung so spät im Jahr.


07.40 Uhr - Nach einer Herunterstufung haben die Aktien von Schott Pharma1SXP.DE im vorbörslichen Geschäft die rote Laterne im SDax.SDAXI übernommen. Die Papiere des Pharmaverpackungsherstellers verloren bei Lang & Schwarz 4,8 Prozent. Die Analysten von RBC senkten die Bewertung für die Titel auf "Sector Perform" von "Outperform". Das Kursziel hoben sie auf 25 von zuvor 21 Euro an. Die Aktien waren am Mittwoch bei 23,35 Euro aus dem Handel gegangen.


07.10 Uhr - Die Ölpreise sind den vierten Tag in Folge auf dem Rückzug. Anleger hatten nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen Hoffnung auf ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran geschöpft. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee und US-Öl WTI fielen um je 0,5 Prozent. Brent notierte bei 94,19 Dollar je Barrel (159 Liter), WTI bei 87,30 Dollar. Am Mittwoch hatte der Brent-Preis zeitweise rund zehn Prozent nachgegeben. "Allerdings wird es künftig noch mehr Volatilität geben, da der Weg zu einer umfassenden diplomatischen Lösung zur Beendigung des Krieges nach wie vor mit vielen Unsicherheiten behaftet ist, während die globalen strategischen Reserven stark geschrumpft sind", sagte June Goh, Ölanalystin bei Sparta Commodities.