Ölpreis im Rückwärtsgang - Golfexporte erholen sich

Von Reuters News

- Sich erholende Rohölexporte aus der Golfregion und ein überraschender Anstieg der US-Lagerbestände haben die Versorgungsängste am Ölmarkt etwas gelindert. Die Preise für die Nordseesorte Brent und das US-Öl WTI fielen am Donnerstag in der Spitze um gut eineinhalb Prozent auf 96,55 beziehungsweise 88,79 Dollar je Fass. Im September hatte sich Brent um rund 14 Prozent, WTI um mehr als fünf Prozent verteuert.

"Eine erneute diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran könnte die geopolitische Risikoprämie weiter senken, ein Durchbruch bleibt jedoch ungewiss," sagte Sugandha Sachdeva von SS WealthStreet, einem in Neu-Delhi ansässigen Finanzforschungsunternehmen. Anleger hofften, dass die USA und der Iran ihre Verhandlungen zur Beendigung des seit sieben Monaten andauernden Krieges wieder aufnehmen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt bestritten, dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder als Gegenleistung für nukleare Zugeständnisse seitens Teherans angeboten zu haben.

Für etwas Entspannung am Ölmarkt sorgte, dass Saudi-Arabien die Ölverladungen von seinem Hafen Janbu am Roten Meer zuletzt wieder aufnehmen konnte. Drohnenangriffe hatten das Königreich am 11. September gezwungen, die so genannte Ost-West-Pipeline abzuschalten und die Rohölexporte von Janbu aus zu stoppen. Daten der US-Energiebehörde EIA zeigten zudem, dass die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 25. September um 922.000 Barrel auf 427,3 Millionen Barrel gestiegen sind. In einer Reuters-Umfrage war ein Rückgang um 264.000 Barrel erwartet worden.