Öl billiger - Anleger hoffen auf diplomatische Bemühungen im Iran-Krieg
Frankfurt, 24. Sep (Reuters) - Neue Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs haben den Ölpreis am Donnerstag gedrückt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligten sich in der Spitze um jeweils rund ein Prozent auf 101,83 beziehungsweise 91,23 Dollar je Fass. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise um mehr als vier Prozent gestiegen. Iran und die USA sind weiterhin uneins darüber, wie ihr Krieg beendet werden kann, aber die Diplomatie müsse fortgesetzt werden, sagte ein hochrangiger iranischer Beamter gegenüber Reuters. "Der Ölpreis fällt, weil der Markt einen Teil seiner geopolitischen Risikoprämie abbaut, da sich das Angebot aus dem Golf erholt und die Erwartung eines diplomatischen Durchbruchs zwischen den USA und dem Iran wächst," erläuterte Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalysen bei Phillip Nova.
Im Fokus steht vor allem die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus, die seit Ausbruch des Krieges Ende Februar kaum noch befahrbar ist. Eine dauerhafte Wiederaufnahme der Öllieferungen durch die Meerenge würde erheblich dazu beitragen, die Ölpreise zu senken und damit die Inflation in Schach zu halten. Am Mittwoch hatte der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, erklärt, die Straße von Hormus werde nicht wieder geöffnet, solange die Bedingungen des Irans nicht erfüllt seien.