LSEG kauft für 3,5 Milliarden Dollar zu und hebt Prognose an
22. Okt (Reuters) - Der Börsenbetreiber London Stock Exchange Group (LSEG)LSEG.L will mit einer Milliardenübernahme sein Geschäft mit Datenanalysen ausbauen. Der Konzern teilte am Donnerstag mit, er habe sich mit dem Investor Permira über den Erwerb des Finanzdaten-Anbieters Octus für 3,54 Milliarden Dollar geeinigt. LSEG hatte vergangene Woche Kaufverhandlungen mit der Private-Equity-Gesellschaft über die Übernahme bestätigt. Gleichzeitig hob LSEG erneut seine Umsatzprognose für das laufende Jahr an. Das Unternehmen erwarte nun ein organisches Wachstum der Gesamterträge von mindestens acht Prozent bei konstanten Wechselkursen statt 7,0 bis 7,5 Prozent.
Mit dem Zukauf reagiert der Konzern auch auf den Druck des aktivistischen Investors Elliott. Der seit Februar an LSEG beteiligte Investor drängt auf Portfolio-Änderungen und höhere Margen. Hintergrund sind die Umwälzungen durch Künstliche Intelligenz (KI) in der Finanzdatenbranche. Die Aktie des Börsenbetreibers hat im laufenden Jahr rund zwei Prozent an Wert verloren und notiert deutlich unter ihrem Höchststand von Anfang 2025.
Die Übernahme von Octus ist die größte Transaktion des Unternehmens seit dem 27 Milliarden Dollar schweren Kauf von Refinitiv im Jahr 2019. "Die Kombination der führenden Daten und Analysen von Octus mit unserem Geschäft schafft ein schlagkräftiges Angebot für unsere Kunden und beschleunigt unser Wachstum weiter", erklärte LSEG-Chef David Schwimmer. LSEG ist der größte Kunde der Nachrichtenagentur Reuters.