Insider: Transformatoren-Hersteller SGB-Smit will 2027 an die Börse
München, 23. Sep (Reuters) - Der Regensburger Transformatoren-Hersteller SGB-Smit strebt einem Insider zufolge Anfang des kommenden Jahres an die Börse. Der US-Finanzinvestor One Equity Partners (OEP), dem das bayerische Unternehmen seit 2017 gehört, habe die Vorbereitungen dafür aufgenommen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
Nach einem Bericht des "Handelsblatts" hat SGB-Smit bereits die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan mandatiert, um den Börsengang zu organisieren. Dem Investor schwebe dabei eine Bewertung von vier bis fünf Milliarden Euro vor, der Erlös aus dem Börsengang solle bei rund einer Milliarde Euro liegen. Auch ein Weiterverkauf an den nächsten Investor sei denkbar, ein Börsengang erscheine aber derzeit attraktiver, hieß es in dem Bericht.
Ein Sprecher des Unternehmens und von OEP sagte: "SGB-Smit prüft fortlaufend alle Optionen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und den eingeschlagenen Wachstumspfad fortzusetzen." Dem Insider zufolge hofft SGB-Smit, von dem durch den Vormarsch Künstlicher Intelligenz (KI) ausgelösten Rechenzentren-Boom zu profitieren. Diese müssen an die Stromnetze angeschlossen werden.
SGB-Smit kommt mit rund 3800 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Dieser ist damit mehr als doppelt so hoch wie beim Einstieg von OEP vor neun Jahren. Der Investor hatte die ehemalige RWE-Tochter von der Beteiligungsfirma BC Partners erworben, Finanzkreisen zufolge für rund 700 Millionen Euro. BC Partners war vorher mit dem Plan gescheitert, SGB-Smit mit einer Sparte des französischen Elektrokonzerns Schneider ElectricSCHN.PA zu fusionieren.