Hohe Gaspreise drücken Yara-Gewinn – Produktion gedrosselt

Von Reuters News

- Der norwegische Düngemittelhersteller YaraYAR.OL leidet unter den hohen Gaspreisen und hat deshalb im dritten Quartal weniger verdient als erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag bei 675 Millionen Dollar und damit rund zehn Prozent unter den Analystenschätzungen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Für die kommenden beiden Quartale rechne der Vorstand mit weiteren Belastungen. Die Gaskosten dürften im vierten Quartal um 450 Millionen Dollar und im ersten Quartal 2027 um 445 Millionen Dollar höher ausfallen als in den jeweiligen Vorjahreszeiträumen.

Erdgas ist ein zentraler Rohstoff für die Düngemittelproduktion. Wegen der teuren Energie hatte Yara bereits im abgelaufenen Quartal die Produktion gedrosselt. Die Ammoniak-Produktion sei um 150.000 Tonnen und die von fertigen Produkten um 115.000 Tonnen gekürzt worden, hieß es. Um die Abhängigkeit von teurem Gas in Europa zu verringern, setzt der Konzern auf eine Übernahme in den USA. "Die Akquisition von Gulf Coast Ammonia wird unsere Abhängigkeit von europäischer Energie nach Abschluss deutlich reduzieren", erklärte Konzernchef Svein Tore Holsether. Yara hatte im Juli den Kauf eines Werks im US-Bundesstaat Texas für 1,3 Milliarden Dollar vereinbart.