Henkel traut sich nach starkem Quartal mehr Umsatz zu

Von Reuters News

- Der Konsumgüterkonzern HenkelHNKG.DE blickt nach deutlichen Zuwächsen im dritten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Henkel-Chef Carsten Knobel erntet nun die Früchte des Konzernumbaus und milliardenschwerer Zukäufe. Henkel konnte auch Preiserhöhungen durchsetzen, die den Umsatz weiter ankurbelten. Bei den Anlegern kam das gut an: Henkel-Aktien legten am Morgen um mehr als zwei Prozent zu.

Knobel hatte das Kosmetik- mit dem Waschmittelgeschäft zusammengelegt, um die Kosten zu drücken und das Wachstum anzukurbeln. Zweite Säule ist das Geschäft rund um Klebstoffe. Zudem hatte Henkel in den vergangenen Monaten rund fünf Milliarden Euro in Zukäufe investiert - beide Sparten wurden damit gestärkt. Die Übernahmen sollen schon in diesem Jahr rund 700 Millionen Euro und voraussichtlich 2030 rund zwei Milliarden Euro zum Umsatz beitragen. "In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld haben wir eine sehr starke organische Umsatzsteigerung erzielt", bilanzierte Knobel. "Zugleich haben wir unsere Geschäfte durch strategisch attraktive Akquisitionen weiter gestärkt."

Die Düsseldorfer hoben ihre Umsatzprognose an und peilen 2026 nun ein organisches Umsatzplus von 3,0 bis 4,0 Prozent an. Zuvor hatte Knobel noch 1,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. Die bereinigte Umsatzrendite soll bei rund 15 Prozent liegen, womit die bisherige Spanne von 14,5 bis 16,0 Prozent präzisiert wurde.

Sowohl das Geschäft mit Klebstoffen als auch die Konsumgütersparte rund um Persil, Fa und Schwarzkopf verzeichneten hohe Zuwachsraten. Nach ersten Berechnungen sei der Umsatz so insgesamt organisch um 6,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gestiegen. Getragen worden sei das Wachstum durch alle Regionen. Preiserhöhungen von 5,4 Prozent und ein leichtes Mengenplus von 1,1 Prozent trugen ebenfalls dazu bei.