Guten Morgen von Reuters am Dienstag, dem 22. September
TOP NEWS:
* DEUTSCHLAND/ENERGIESTEUER - Das Bundeskabinett hat am Montag die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent pro Liter beschlossen. Der Gesetzentwurf zur Änderung der Energiesteuer sei im Umlaufverfahren verabschiedet worden, teilte eine Regierungssprecherin mit. Durch die dadurch um drei Cent geringere Mehrwertsteuer sinkt der Preis pro Liter um rund 17 Cent für die Verbraucher. Die Entlastung ist vom 1. Oktober bis zum 1. Dezember vorgesehen.
* DEUTSCHLAND/WACHSTUM - Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heben einem Zeitungsbericht zufolge ihre Wachstumsprognose für Deutschland deutlich an. Die deutsche Wirtschaft werde demnach in diesem Jahr um 1,3 Prozent zulegen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Im Frühjahr waren die Institute lediglich von 0,6 Prozent ausgegangen. Auch für 2027 sind die Institute optimistischer. Sie erwarten nun ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,1 Prozent nach im Frühjahr erwarteten 0,9 Prozent. Das stärkere Wachstum sei zum einen auf Impulse durch die erhöhten Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur zurückzuführen und zum anderen auf schwächere Auswirkungen geopolitischer Krisen.
* UN/VOLLVERSAMMLUNG - In New York beginnt die Generaldebatte der 81. Vollversammlung der Vereinten Nationen. Dabei dürften die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie eine Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Vordergrund stehen. Zu der Sitzung werden knapp 130 Staats- und Regierungschefs erwartet. US-Präsident Donald Trump redet am Morgen vor der Versammlung (ab 15.00 Uhr MESZ). Bundeskanzler Friedrich Merz hatte seine geplante Teilnahme abgesagt. Die deutsche Delegation wird von Außenminister Johann Wadephul geleitet, der am Samstag sprechen wird. Chinas Staatschef Xi Jinping reist nicht nach New York, sondern trifft sich am Donnerstag mit Trump in Washington.
* USA/UKRAINE - US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommen Insidern zufolge in New York zusammen. Selenskyj hatte das Treffen angekündigt und erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" bei den Bemühungen um Frieden im Krieg Russlands gegen die Ukraine. Diese hätten oberste Priorität, und die Ukraine sei gemeinsam mit den USA zu ernsthaften Schritten zur Deeskalation bereit. Der "Financial Times" zufolge drängte Trump Selenskyj allerdings in einem Telefonat, ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, um einen weltweiten Dieselmangel und steigende Preise zu vermeiden. Auf Trumps Agenda stehen am Dienstag zudem sein erstes Treffen mit dem britischen Premierminister Andy Burnham und ein Gespräch mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi.
* DÄNEMARK/USA/GRÖNLAND - Dänemark, Grönland und die USA wollen bei der UN-Vollversammlung in New York das ausgehandelte Abkommen zur Sicherheit Grönlands unterzeichnen. Dem dänischen Außenminister Lars Lökke Rasmussen zufolge soll die Verantwortung für die Sicherheit in der Arktis künftig zu großen Teilen bei der Nato liegen und nicht mehr allein bei Kopenhagen und Washington. US-Präsident Donald Trump, der in den vergangenen Monaten massiven Druck ausgeübt und zeitweise eine US-Kontrolle über das halbautonome dänische Gebiet gefordert hatte, erklärte dagegen, die Vereinbarung gewähre den USA die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit der Insel. Der genaue Text des Abkommens ist bislang nicht öffentlich.
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FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
* LOCKHEED MARTINLMT.N - Der US-Rüstungskonzern hat nach eigenen Angaben von der US-Armee einen Auftrag im Volumen von bis zu 1,2 Milliarden Dollar erhalten. Es gehe dabei um die Produktion der Raketenvariante Increment 2 der sogenannten Precision Strike Missile (PrSM), die zur Bekämpfung beweglicher Land- und Seeziele eingesetzt wird, teilte das Unternehmen mit. Die Langstreckenwaffe der nächsten Generation soll das bisherige System ATACMS ersetzen. Ein zweiter erfolgreicher Flugtest der Raketenvariante ging dem Auftrag voraus.
* PARAMOUNTPSKY.O/WARNER BROSWBD.O - Der US-Medienkonzern Paramount Skydance hat den Weg für die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros Discovery freigemacht. Das Unternehmen einigte sich am Montag in einem Rechtsstreit mit einer Gruppe von US-Bundesstaaten sowie der Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA). Damit steht einer der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Medienbranche nichts mehr im Wege.
TERMINE:
07:00 - Tui Trading Update
08:00 - KingfisherKGF.L Q2 Earnings Release
Zusatzinfo unter Doppelklick auf .FDEGER-HOTGER/TOP
Weitere Nachrichten finden Sie hier:
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
* DEUTSCHLAND/STEUER - Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im August erneut nur leicht gestiegen. Sie erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent auf 64,32 Milliarden Euro, wie aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht werden soll. In den ersten acht Monaten zusammen beträgt das Plus 0,9 Prozent auf 581,78 Milliarden Euro. Experten gehen für das Gesamtjahr 2026 von einer Steigerung in Höhe von 1,2 Prozent aus.
* EU/PHILIPPINEN - Die Europäische Union (EU) und die Philippinen haben sich im Grundsatz auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Gespräch mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Der EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, Maroš Šefčovič, und die philippinische Handelsministerin Ma. Cristina Roque erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung, die Unterhändler seien angewiesen worden, das Abkommen so schnell wie möglich final auszuarbeiten. Das Freihandelsabkommen zielt darauf ab, die bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen zu vertiefen sowie angesichts globaler Schwankungen breiter aufzustellen und widerstandsfähiger zu machen.
TERMINE:
08:00 - UK public finance data to show scale of budget challenge for Healey
12:00 - United Kingdom-CBI trends - orders
15:00 - ECB publishes weekly bond purchase and balance sheet data
16:05 - Federal Reserve's Williams speaks at Fed Treasury Markets conference
16:10 - ECB bank supervisor Buch speaks
16:20 - Fed’s Jefferson speaks at the New York Fed's Treasury markets conference
16:30 - Portugal central bank governor to speak at conference on banking sector
19:00 - Richmond Fed's Barkin speaks in Baltimore, Md.
21:30 - Bundesbankchef-President Joachim Nagel at Annual Dinner, Society of Professional Economists
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INDIKATOREN:
Local Time | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
1200 | GB | CBI Trends - Orders | Sep | -25 | Net balance | |
1600 | EU | Consumer Sentiment, flash | Sep | -16 | -15.5 | Net balance |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
Zusatzinfo unter: GER-ECI
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BLICKPUNKT POLITIK:
* CHINA/DEUTSCHLAND/EU - Chinas Außenminister Wang Yi hat nach Angaben aus Peking in einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul vor einem Handelskrieg zwischen der Volksrepublik und Europa gewarnt. Beide Seiten seien umfassende strategische Partner und sollten ihre Differenzen durch Dialog lösen, teilte das chinesische Außenministerium mit. Wang äußerte demnach die Hoffnung, dass Deutschland eine pragmatische Haltung einnehme und sich in der EU für Freihandel sowie gegen Protektionismus einsetze. Das Auswärtige Amt erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, beide Minister seien sich einig gewesen, dass eine stabile Weltwirtschaft im beiderseitigen Interesse liege.
* DEUTSCHLAND/KRANKENVERSICHERUNG - Kanzler Friedrich Merz hat eine Debatte über Änderungen für privat Krankenversicherte ausgelöst. "Wenn sich in der Bevölkerung der Eindruck verfestigt, dass diejenigen, die privat versichert sind, sofort jede Leistung bekommen und diejenigen, die gesetzlich krankenversichert sind, Wochen und Monate darauf warten müssen, dann ist das genau ein solches Gerechtigkeitsproblem", sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin. Das müsse die schwarz-rote Regierung angehen. Man habe in der Koalition verabredet, dass die Entscheidungen in der gesetzlichen Krankenversicherung wirkungsgleich auf die private Krankenversicherung übertragen würden, das müsse man nun nachholen, so Merz.
* USA/GRÖNLAND - Die USA wollen Insidern zufolge ihre militärische Präsenz in Grönland ausbauen. Ein Abkommen zur Wiedereröffnung eines früheren Stützpunktes und zum Aufbau einer weiteren Militärpräsenz solle am Dienstag um 16.30 Uhr (MESZ) am Rande der UN-Vollversammlung in New York zwischen den USA, Dänemark und Grönland unterzeichnet werden, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Weiße Haus lehnte einen Kommentar zu den Details ab, bekräftigte jedoch eine frühere Erklärung, wonach das Abkommen "die Sicherheit Grönlands und der USA gewährleisten und verteidigen" werde.
* USA/TRUMP - Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA ist die Zustimmung für US-Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge auf den tiefsten Stand seiner politischen Karriere gefallen. In einer am Sonntag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zeigten sich nur noch 32 Prozent der Befragten mit Trumps Arbeit zufrieden, nach 35 Prozent in der Vorwoche. Die Zustimmung unter den Republikanern für Trump sank binnen einer Woche von 82 auf 73 Prozent. Grund dafür ist den Angaben zufolge der Umgang der US-Regierung mit den steigenden Lebenshaltungskosten vor dem Hintergrund des unpopulären Krieges gegen den Iran.
TERMINE:
US-President Donald Trump meets British Primeminister Andy Burnham, expected to meet Ukraine's President Wolodymyr Zelenskiy
High-level meeting on Israel-Palestinians
NATO's Rutte discusses the future of the alliance
World leaders gather for UN General Assembly, German Foreign Minister Wadephul representing Germany
US-President Trump meets British Primeminister Burnham for the first time at sidelines of UN, expected to meet Ukraine's Zelenskiy
High-level meeting on Israel-Palestinians at U.N. headquarters
NATO's Rutte discusses the future of the alliance
14:45 - German conservative parliamentary group meets in Berlin
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SNAPSHOT MÄRKTE:
* WALL STREET - Ein anhaltender Boom bei Aktien rund um Künstliche Intelligenz (KI) sowie sinkende Ölpreise und Anleiherenditen haben der US-Technologiebörse Nasdaq am Montag ein Rekordhoch beschert.
* ASIEN - Eine Rally bei Technologiewerten und die Aussicht auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit haben die asiatischen Börsen am Dienstag angetrieben.
DEVISEN
Währungen | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Euro/Dollar | 1,1477 | +0,1% |
Pfund/Dollar | 1,3383 | +0,2% |
Dollar/Franken | 0,8199 | -0,1% |
Euro/Franken | 0,9412 | 0,0% |
Dollar/Yen | 157,45 | +0,1% |
Bitcoin/Dollar | 85.398,32 | -1,8% |
Ethereum/Dollar | 2.729,22 | -2,0% |
Kurs um 07:00 Uhr | EZB-Fixing am 21.09.2026 | |
Euro/Pfund | 0,8572 | 0,8578 |
Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: .FDE-FRX FRX
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Montag | Stand | Veränderung in Prozent |
Dow Jones.DJI | 52.048,83 | +0,7% |
Nasdaq.IXIC | 27.122,09 | +2,3% |
S&P 500.SPX | 7.764,70 | +1,5% |
Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter: .NDEUS-STX
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Dienstag | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | Kein Handel | |
Topix.TOPX | Kein Handel | |
Shanghai.SSEC | 3.957,05 | +0,2% |
CSI300.CSI300 | 4.559,48 | +0,4% |
Hang Seng.HSI | 25.130,19 | +0,4% |
Kospi.KS11 | 7.036,08 | +0,4% |
Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter: .TDE JP-STX HK-STX
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Montag | Stand | |
Dax.GDAXI | 25.575,01 | |
EuroStoxx50.STOXX50E | 6.318,20 | |
SMI.SSMI | 13.956,58 | |
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Indikationen | Stand | |
Dax bei Lang & Schwarz | 25.625,00 | |
Late/Early-Dax.GDAXIL | 25.569,18 | |
SMI-Future | 13.985,00 |
Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter: .FDE-STX GER-STX
ANLEIHEN
Anleihe-Futures | Stand | |
Bund-Future | 120,93 |
|
T-Bond-Future | 107,56 | |
Gilt-Future | 86,10 | |
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Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendite am am 21.09.2026 |
10-jährige Bundesanleihe | 3,462% | 3,453% |
30-jährige Bundesanleihe | 3,808% | 3,802% |
10-jährige US-Anleihe | 4,951% | 4,963% |
30-jährige US-Anleihe | 5,280% | 5,296% |
10-jährige brit. Anleihe | 5,232% | 5,218% |
30-jährige brit. Anleihe | 5,722% | 5,709% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle | Preise um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Brent-Öl ($/Barrel) | 101,70 | +1,4% |
WTI-Öl ($/Barrel) | 96,87 | +1,1% |
US-Erdgas ($/MMBTU) | 2,8450 | +0,3% |
Gold ($/Feinunze) | 4.342,45 | -0,0% |
Kupfer ($/Tonne) | 14.749,00 | +0,6% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)