GSK kann Anleger mit Umsatz- und Gewinnplus nicht überzeugen

Von Reuters News

- Der britische Pharmakonzern GSKGSK.L hat im dritten Quartal zwar die Erwartungen übertroffen, die Anleger jedoch nicht überzeugt. Die Aktie fiel am Mittwoch um bis zu 5,4 Prozent. Der Grund für die Skepsis: Investoren zweifeln daran, dass der Konzernumbau unter Vorstandschef Luke Miels schnell genug Früchte trägt. Dieser betonte aber: "Wir konzentrieren uns weiterhin auf die operative Umsetzung, die Ausführung unserer Pläne und die Beschleunigung von Forschung und Entwicklung."

Hintergrund des Umbaus ist der drohende Patentverlust beim HIV-Blockbuster Dolutegravir ab 2028. Miels will mit einem milliardenschweren Sparprogramm die Forschung an neuen Medikamenten finanzieren und so die Zukunft des Konzerns sichern. Bis Jahresende sollen 22 Studien in der Spätphase (Phase III) gestartet werden – 18 davon laufen bereits. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Spezialmedikamenten und Impfstoffen.

"Da es aktuell keine wichtigen Neuigkeiten aus der Forschungspipeline gibt, dürfte Miels hoffen, dass sich der Konzernumbau im kommenden Jahr in Form von Studienerfolgen auszahlt", kommentierte Analystin Sheena Berry von Quilter Cheviot.

GSK teilte weiter mit, die starke Nachfrage nach Spezialmedikamenten gegen HIV und Atemwegserkrankungen habe den Quartalsumsatz um fünf Prozent auf 8,89 Milliarden Pfund getrieben. Das Geschäft mit Impfstoffen und dem neuen Asthma-Medikament Exdensur enttäuschte jedoch mit einem Rückgang um zwei Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund. Der bereinigte Gewinn kletterte um ein Prozent auf 54,6 Pence pro Aktie. GSK bestätigte seine Jahresprognose. Allerdings wird erwartet, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) schneller wachsen als der Umsatz.