Großauftrag aus Japan beflügelt Rocket Lab

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


15.10 Uhr - Ein Großauftrag aus Japan gibt den Aktien des US-Raumfahrtkonzerns Rocket LabRKLB.O Aufwind. Die Papiere legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund fünf Prozent zu. Das Unternehmen teilte mit, einen Vertrag über 20 neue Missionen für seine Trägerrakete Electron mit dem Tokioter Erdbeobachtungsspezialisten Synspective unterzeichnet zu haben. Laut Rocket Lab handelt es sich dabei um den größten kommerziellen Startvertrag für die Electron-Rakete in der Firmengeschichte. Die Gesamtzahl der Missionen für Synspective steige damit auf 47. Die Starts der 20 Satelliten seien zwischen 2028 und 2031 geplant.


13.25 Uhr - Der Anstieg beim Dollar.DXY auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren belastet die Preise für Industriemetalle. An der Londoner Metallbörse LME gibt das Drei-Monats-Aluminium um bis zu 1,7 Prozent auf ein Zwölf-Wochen-Tief von 3116 Dollar je Tonne nach. Kupfer verbilligt sich in der Spitze um 1,4 Prozent auf 14.213,50 Dollar je Tonne. Ein starker Dollar macht die in der US-Währung gehandelten Metalle für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer und dämpft so die Nachfrage. Zudem blieben die Märkte im wichtigen Abnehmerland China wegen eines Feiertags geschlossen, was zu dünnen Umsätzen führte. Seit seinem Vier-Jahres-Hoch im Juni ist der Aluminiumpreis um 17 Prozent gefallen. Grund dafür sind unter anderem nachlassende Sorgen um die Rohstoff-Versorgung. Zudem komme die Wiederinbetriebnahme von Produktionsanlagen im Nahen Osten schneller voran als erwartet, schrieben die Analysten von Macquarie und senkten ihre Prognose für das diesjährige Defizit auf dem globalen Aluminiummarkt auf 820.000 Tonnen. Für das Jahr 2027 rechnet das Institut mit einem Angebotsüberschuss von 410.000 Tonnen.


11.10 Uhr - Konjunktur- und Inflationssorgen haben den Euro zum ersten Mal seit Mai 2025 unter die Marke von 1,13 Dollar gedrückt. Die Gemeinschaftswährung fällt in der Spitze um 0,4 Prozent auf 1,1286 Dollar. Der zuletzt starke Anstieg der Teuerung in der Eurozone unterstreicht laut Börsianern die anhaltende Bedrohung der Weltwirtschaft durch die hohen Energiepreise. "Dieses Wachstumsrisiko schwebt schon lange über dem Euro," sagt Jane Foley von der Rabobank. "Und obwohl die EZB als eine der ersten Zentralbanken der G10 die Zinsen angehoben hat und eine weitere Anhebung erwartet wird, konnte der Euro nicht an Fahrt gewinnen." Die US-Währung ist dagegen weiter im Aufwind. Der Dollar-Index.DXY klettert um 0,4 Prozent auf 101,85 Punkte, den höchsten Stand seit Frühjahr 2025.


10.35 Uhr - Der Ausverkauf am US-Anleihemarkt geht weiter: Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen klettert auf 5,342 Prozent, den höchsten Stand seit 24 Jahren. Anleger gehen davon aus, dass die Zinsen wegen der hartnäckigen Inflation aufgrund steigender Energiepreise länger auf einem höheren Niveau bleiben werden. Die US-Notenbank Fed hatte ihren Leitzins im September um einen Viertelprozentpunkt auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Auch die Bond-Renditen vieler europäischer Staatsanleihen ziehen weiter an.


09.29 Uhr - Die Ölpreise machen ihre anfänglichen Verluste wett und ziehen wieder deutlich an. Die Nordsee-Sorte Brent und US-Öl der Sorte WTI legen um jeweils mehr als zwei Prozent auf 100,22 beziehungsweise 92,62 Dollar je Fass zu. Am Ölmarkt schwanken die Preise wegen der unklaren Gemengelage im Nahost-Konflikt derzeit stark. Die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Wasserstraße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Die US-Regierung hat eine Wirtschaftsblockade gegen den Iran verhängt, um Teheran zur Aufhebung der Blockade der Meerenge zu zwingen. Noch ist keine Verhandlungslösung in Sicht.


08.01 Uhr - Ein optimistischer Ausblick des US-Herstellers MicronMU.O schiebt die Chipwerte an. Im Dax.GDAXI stehen die Papiere von InfineonIFXGn.DE mit einem Plus von 1,9 Prozent im frühen Frankfurter Handel an der Spitze. Im MDax.MDAXI legen die Aktien von AixtronAIXGn.DE 2,1 Prozent zu, Suss MicrotecSMHNn.DE gewinnen im SDax.SDAXI 1,9 Prozent. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips hat Micron zu einem weiteren Rekordquartal verholfen. Für das angelaufene erste Quartal 2026/2027 stellte der Halbleiter-Hersteller Erlöse von 60 bis 63 Milliarden Dollar und einen Überschuss zwischen 37,15 und 39,15 Dollar je Aktie in Aussicht. Die Kennzahlen lagen deutlich über den Markterwartungen. Das hebe die Stimmung im Sektor, sagt ein Händler.