Ericsson übertrifft Markterwartungen - warnt aber vor steigenden Kosten

Von Reuters News

- Der Netzwerkausrüster EricssonERICb.ST hat im dritten Quartal einen geringeren Gewinnrückgang verbucht als von Analysten befürchtet. Effizienzverbesserungen hätten geholfen, die gestiegenen Kosten für Bauteile auszugleichen, teilte der schwedische Konzern am Donnerstag mit. Der neue Ericsson-Chef Per Narvinger warnte jedoch, dass die Kosten die Margen im kommenden Jahr belasten dürften. "Der Markt für Mobilfunknetze stagniert, die geopolitische Unsicherheit bleibt hoch und die Kosten für Bauteile sind ein Gegenwind für die Bruttomarge", erklärte Narvinger.

Ericsson hatte bereits im Juli vor dem Druck durch steigende Preise für Speicherchips gewarnt, die durch die hohe Nachfrage aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) angetrieben werden.

Im dritten Quartal schrumpfte dem Konzern zufolge der operative Gewinn vor Abschreibungen und Restrukturierungskosten auf 10,1 (Vorjahr: 15,8) Milliarden Kronen. Analysten hatten jedoch im Schnitt nur mit 7,87 Milliarden Kronen gerechnet. Die bereinigte operative Marge (Ebita) sei auf 17,0 Prozent von 28,1 Prozent gesunken, lag damit aber ebenfalls über der Analysten-Prognose von 14,2 Prozent. Auch der Umsatz mit einem organischen Zuwachs von sieben Prozent auf 59,5 Milliarden Kronen übertraf die Markterwartungen.