Der PLATOW Brief - Bank of America berät Bertelsmann bei Afya-Deal

Von Platow Brief

Bertelsmann fusioniert seine brasilianische Bildungstochter Afya mit dem Rivalen Yduqs und lässt sich dabei von der Bank of America beraten. Yduqs setzt auf eine brasilianische Investmentbank.>

Ein „großer Schritt“ für Bertelsmann sei der Zusammenschluss der brasilianischen Bildungstochter Afya mit dem Rivalen Yduqs, freut sich der im Konzernvorstand der Gütersloher für das Bildungsgeschäft zuständige Carsten Coesfeld im Gespräch mit PLATOW. Mit der Fusion der beiden brasilianischen Anbieter für Hochschulbildung, die zusammen auf einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro und einem EBITDA von 600 Mio. Euro kommen, steigt die Education Group zur drittgrößten Bertelsmann-Sparte nach der RTL Group und Arvato, aber noch knapp vor dem Buchverlag Penguin Random House auf.

Bis zu 2,5 Mrd. Euro Unternehmenswert Bertelsmann lässt sich bei dem vereinbarten Aktientausch (69% Afya, 31% Yduqs) von der Bank of America beraten. Yduqs wird von der brasilianischen Investmentbank BTG Pactual begleitet. Nach Abschluss der Transaktion wird Bertelsmann mit einem Anteil von 47% der dominierende Großaktionär, der mit dem bisherigen Afya-Chef Virgilio Gibbon auch den CEO des neuen Konzerns stellt.

Der zweitgrößte Afya-Aktionär, die Familie Esteves, hält dann 7,6% an dem fusionierten Unternehmen. Die beiden Yduqs-Großaktionäre Advent (5,3%) und die Familie Zaher (4,8%) bleiben ebenfalls an Bord. Den Unternehmenswert des gemeinsamen Bildungsriesen beziffert Coesfeld auf 2 Mrd. bis 2,5 Mrd. Euro, der mit dem Heben der geplanten Synergien von 300 Mio. bis 400 Mio. Euro (Nettobarwert) weiter steigen soll.