Dax rutscht zur Eröffnung ab - KI-Sorgen belasten

Von Reuters News

- Nach dem KI-Ausverkauf an den Börsen in den USA und Asien ist der Dax.GDAXI am Freitag deutlich im Minus gestartet. Der deutsche Leitindex verlor 1,7 Prozent auf 25.868 Zähler. Investoren fürchten, dass die nach den US-Zwischenwahlen erstarkten Demokraten den boomenden KI-Sektor stärker regulieren und den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnten. "Anleger müssen nun abwägen, ob und wie stark die neuen politischen Strömungen in Washington die Dynamik im KI-Sektor beeinflussen und wo ein neues, stabiles Bewertungsniveau der Aktien im Sektor gefunden werden kann", sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Ein Ende der KI-Korrektur ist dabei noch nicht abzusehen."

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Aktien von Daimler TruckDTGGe.DE, die in der Spitze um 8,3 Prozent abrutschten. Das Unternehmen hat im dritten Quartal dank einer Erholung seines wichtigen Marktes Nordamerika den Gewinn kräftig gesteigert. Einem Händler zufolge war eine starke Bilanz bereits erwartet worden. Es könnte sein, dass dies den Anlegern nicht reiche, erklärte er. Im SDax.SDAXI gerieten die Papiere von StabilusSTM1.DE mit einem Abschlag von fast acht Prozent ins Rutschen. Der Autozulieferer und Industrieausrüster muss wegen einer schwachen Nachfrage in Nord- und Südamerika hohe Abschreibungen vornehmen.

Neue Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik erhofften sich die Anleger von den US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Ökonomen erwarten einen Zuwachs von 65.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im September nur 29.000 Arbeitsplätze hinzugekommen waren. Die US-Notenbank Federal Reserve achtet genau auf diese Daten, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Sie hatte den Leitzins Mitte September auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben und zuletzt pausiert. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass die Fed angesichts der hartnäckigen Inflation die zinspolitischen Zügel im Dezember erneut anziehen wird.