Conference Board: US-Verbrauchervertrauen hellt sich spürbar auf

Von Reuters News

- Trotz der hartnäckig hohen Inflation hat sich die Stimmung der US-Verbraucher überraschend verbessert. Das Barometer für die Konsumlaune stieg im Oktober auf 91,7 Punkte, nach revidiert 84,2 (ursprünglich: 81,9) Zählern im September, wie das Conference Board am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 81,0 Punkte gerechnet. Laut dem Conference Board-Ökonomen Fergus McCormick ging der Anstieg des Barometers mit einem Rückgang der Benzinpreise von September auf Oktober einher.

Doch trotz des aktuell aufgehellten Verbrauchervertrauens sei der langfristige Abwärtstrend ungebrochen, der schon seit einigen Jahren anhalte. Die Verbraucher planten, in den kommenden sechs Monaten weniger für Dienstleistungen und langlebige Konsumgüter auszugeben. "Dies dürfte auf das höhere Preisniveau und die anhaltende Inflation zurückzuführen sein, die die Kaufkraft der Verbraucher schmälern", erläuterte der Ökonom.

In den USA stieg die Teuerungsrate im September auf 3,7 Prozent. An den Finanzmärkten wird nach der Zinserhöhung vom September für Mittwoch mit einer Pause der US-Notenbank Fed gerechnet. Bei anhaltend hoher Inflation könnte allerdings im Dezember ein weiterer Schritt nach oben folgen. Fed-Chef Kevin Warsh hält sich mit Blick auf den weiteren Kurs bedeckt, da sich die Märkte aus seiner Sicht an den Fundamentaldaten ausrichten sollten und nicht an Hinweisen der Notenbanker.