Britische Regierung interveniert bei Übernahme von TalkTalk durch BT

Von Reuters News

- Die geplante Übernahme des insolventen Festnetz-Betreibers TalkTalk durch den britischen Telekomkonzern BTBT.L hat die Politik in London auf den Plan gerufen. Bei einem Scheitern der Verhandlungen bestehe das Risiko, dass die Telekommunikationsverbindungen öffentlicher Einrichtungen und schutzbedürftiger Kunden gestört würden, teilte die britische Kultur-, Medien- und Digitalministerin Lisa Nandy am Montag mit. Sie habe daher interveniert und eine beschleunigte Prüfung der Transaktion durch die Kartellbehörde CMA angeordnet. Das Ergebnis solle bis zum 19. Oktober vorliegen. Über das Netzwerk von TalkTalk laufen unter anderem die Notrufe in Großbritannien sowie die Kommunikation zwischen Rettungsdiensten.

Zu BT gehört der größte britische Festnetz-Betreiber Openreach. Daneben bietet der Konzern Telefon- und Internetverbindungen unter den Markennamen BT, EE und Plusnet an. Die Akquisition von TalkTalk hat den Angaben zufolge ein Volumen von umgerechnet 472 Millionen Pfund. Sie sei die einzige realistische Option, die 2,5 Millionen TalkTalk-Kunden weiterhin mit Internetverbindungen zu versorgen, betonte BT-Chefin Allison Kirkby. TalkTalk hatte mehrere Monate lang vergeblich nach einem Käufer gesucht. Das insolvente Unternehmen arbeitet seit Langem mit Openreach zusammen und ist einer der größten Firmenkunden der BT-Sparte.