BESI gefragt - Applied Materials will höheren Anteil
27. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.05 Uhr - Der US-Halbleiterausrüster Applied MaterialsAMAT.O weckt Kursfantasien bei BESIBESI.AS-Anlegern. Die Titel des Halbleiterkonzerns schnellen in Amsterdam um bis zu zehn Prozent nach oben, nachdem der US-Konzern am Vorabend angekündigt hat, seine Beteiligung an dem niederländischen Partnerunternehmen von neun auf rund 20 Prozent aufstocken zu wollen. "Dieser Schritt dürfte die Übernahmespekulationen wieder anfachen, was den Aktienkurs stützt", schrieben die Analysten von Degroof Petercam. Applied Materials ist seit April 2025 größter Anteilseigner von BESI. Der Konzern erklärte, es sei nicht geplant, den Anteil über die Marke von rund 20 Prozent hinaus zu erhöhen oder einen Sitz im Verwaltungsrat der Niederländer anzustreben.
09.35 Uhr - Anleger nehmen nach enttäuschenden Zahlen bei HSBCHSBA.L Reißaus und belasten den europäischen Bankensektor. Die Titel der größten Bank Europas rauschen in London um 7,5 Prozent nach unten, nachdem das Umsatzwachstum hinter den Erwartungen zurückblieb. Das Vermögensverwaltungsgeschäft stagnierte. Analysten von Citi und Jefferies bezeichneten die Ergebnisse als etwas enttäuschend. Beide wiesen jedoch darauf hin, dass die Trends bei den Vermögensbeständen und dem Private Banking von HSBC darauf hindeuteten, dass die Geschäftsentwicklung gesünder sei, als die Umsatzzahlen vermuten ließen. Den Vorsteuergewinn steigerte das Geldhaus im dritten Quartal um 32 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Bankenindex.SX7P fiel 1,5 Prozent.
07.32 Uhr - Die Bemühungen um eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lassen die Ölpreise weiter sinken. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um rund ein Prozent auf bis zu 114,51 beziehungsweise 100,60 Dollar je Barrel. Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten am Montag in Teheran Gespräche mit iranischen Vertretern geführt, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen. Die vier Länder vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen, wie iranische Staatsmedien berichteten. Die Lage bleibt jedoch angesichts neuer Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf den wichtigen Ölproduzenten Saudi-Arabien fragil.