Asiens Börsen im Plus - Anleger setzen auf China und Apple

Von Reuters News

- Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenstart nach den jüngsten Verlusten stabilisiert. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 am Montag um 0,4 Prozent auf 63.559,99 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix.TOPX 0,4 Prozent niedriger bei 3.948,49 Zählern notierte. Auch in China griffen die Anleger wieder zu: Die Börse Shanghai.SSEC gewann 1,2 Prozent auf 3.640,93 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 stieg um 1,3 Prozent auf 4.035,72 Punkte.

In Japan stützten starke Firmenbilanzen den Markt, während politische Pläne für Aufmerksamkeit sorgten. Die Regierung in Tokio erwägt Insidern zufolge, die Verteidigungsausgaben in den kommenden fünf Jahren auf bis zu 80 Billionen Yen (rund 508 Milliarden Dollar) fast zu verdoppeln. Zu den Gewinnern am Aktienmarkt zählte Tokyo Electron8035.T mit einem Plus von 5,1 Prozent nach einer optimistischen Gewinnprognose. Auch Panasonic6752.T rückten nach einer angehobenen Vorhersage um 5,2 Prozent vor. Zu den Verlierern gehörte dagegen der Speicherchip-Hersteller Kioxia285A.T, dessen Aktien nach einem enttäuschenden Ausblick um 13,3 Prozent einbrachen.

In China trieben Spekulationen auf staatliche Stützungsmaßnahmen die Kurse an. Medienberichten zufolge berieten die Aufsichtsbehörden mit Finanzinstituten über neue Instrumente für den Kapitalmarkt, nachdem der Leitindex im Oktober stark gefallen war. Zudem senkte die Zentralbank faktisch die Finanzierungskosten, indem sie ihren Leitzins auf einen Tagesgeldsatz von 1,25 Prozent umstellte. "Das ist faktisch ein roter Umschlag für Finanzinstitute, der ihre Nettozinsmargen um etwa fünf Basispunkte erhöht", erklärte Zhaopeng Xing, China-Stratege bei ANZ. Ziel sei es, die Profitabilität der Branche zu stabilisieren. Dies linderte auch Sorgen über die Schuldenprobleme des staatlichen Immobilienentwicklers Zhuhai Huafa Group, die zuletzt den Anleihemarkt belastet hatten.


Devisen

Im asiatischen Devisenhandel hielten sich die Anleger im Vorfeld der US-Zwischenwahlen und wichtiger US-Konjunkturdaten weitgehend zurück. Der Dollar gewann 0,3 Prozent auf 157,93 Yen und legte leicht auf 6,6488 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8244 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1167 Dollar und zog leicht auf 0,9207 Franken an.


Ölpreise

Am Rohstoffmarkt gaben die Preise nach, da die Verhandlungen über eine Beendigung des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran andauerten. Dies dämpfte die Sorgen vor Lieferengpässen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 3,0 Prozent auf 110,01 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 3,0 Prozent schwächer bei 100,95 Dollar.


Wall Street

Die US-Börsen hatten am Freitag nach enttäuschenden Quartalszahlen von Technologiekonzernen wie IntelINTC.O und Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) schwächer geschlossen. Nun hoffen die Anleger auf die anstehenden Ergebnisse von AppleAAPL.O, um die Bedenken zu zerstreuen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI hatte sich am Freitag mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 51.770,31 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500.SPX verlor 1,8 Prozent auf 7.580,07 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC gab 2,9 Prozent auf 25.437,00 Stellen nach.