Aldi will Geschäft in Großbritannien 2027 ausbauen - 40 neue Filialen geplant

Von Reuters News

- Aldi will im kommenden Jahr rund eine Milliarde Euro in sein Geschäft in Großbritannien stecken. Das Geld solle unter anderem in 40 neue Filialen und das Vertriebsnetz fließen, teilte der britische Ableger von Aldi Süd am Montag mit. Damit will der deutsche Discounter seinen Anteil auf dem hart umkämpften britischen Lebensmittelmarkt ausbauen. Allein in den kommenden zehn Wochen sollen 30 weitere Läden zu den schon bestehenden 1092 dazukommen. Langfristig peilt Aldi 1500 Standorte an. Sowohl Aldi als auch der deutsche Konkurrent Lidl sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Großbritannien massiv gewachsen und haben damit die britischen Ketten unter Druck gesetzt.

2025 stagnierte der Betriebsgewinn von Aldi UK bei 432,9 Millionen Pfund, was einer Marge von 2,3 Prozent entspricht. Der Umsatz, inklusive Irland, stieg um fünf Prozent auf 19 Milliarden Pfund. Das Unternehmen begründete die schleppende Gewinnentwicklung mit Investitionen in Preise, Infrastruktur und Löhne.

Aldi ist nach TescoTSCO.L, Sainsbury'sSBRY.L und Asda der viertgrößte Lebensmittelhändler in Großbritannien. Analysten zufolge hat sich das Unternehmen jedoch zuletzt schwächer entwickelt als der Gesamtmarkt. In den zwölf Wochen bis zum 6. September stiegen die Umsätze um 0,7 Prozent. Der Marktanteil sank um 0,2 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent, während Lidl im gleichen Zeitraum ein Umsatzplus von acht Prozent verzeichnete.

Aldi UK hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben bislang 340 Millionen Pfund in Preissenkungen gesteckt. Die Lebensmittelkosten seien weiterhin eine der größten Belastungen für britische Haushalte, erklärte Aldi-UK-Chef Giles Hurley. "Die jüngsten Dürren im Inland und Ereignisse in Übersee haben gezeigt, wie anfällig unser Lebensmittelsystem ist und warum die Ernährungssicherheit eine langfristige nationale Priorität sein muss", sagte er.