Aktien Märkte in Asien starten schwach in den Tag - KI-nahe Aktien besonders betroffen
Tokio/Singapur, 15. Okt (Reuters) - Die Aktien in Asien geben zum Teil erheblich nach. Ein schneller als erwartet ausgefallener Anstieg der US-Verbraucherpreise verstärkt die Sorgen der Anleger um eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve in diesem Jahr. Hinzu kommen Bedenken über die Kreditrisiken bei KI-Infrastruktur. Der 225 Werte umfassende technologielastige japanische Nikkei-Index.225 fällt innerhalb weniger Stunden um 4,8 Prozent auf 64.489,06 Punkte. Der breiter gefasste Topix.TOPX notiert 2,5 Prozent niedriger bei 3.993,50 Zählern. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans.MISX00000PUS verliert im frühen Handel 1,2 Prozent. Der südkoreanischen Kospi.KS11 bricht um 5,6 Prozent ein.
In Japan geraten vor allem Technologiewerte unter Druck. KI-nahe Aktien führen die Verluste an: Die Chipausrüster Advantest6857.T und Tokyo Electron8035.T geben um 7,3 beziehungsweise 5,8 Prozent nach. Die auf KI fokussierte Start-up-Beteiligungsgesellschaft SoftBank Group9984.T sackt um 7,9 Prozent ab.
Auch die chinesischen Aktienmärkte folgen der breiten Schwäche an den Weltmärkten. Technologiewerte führen die Verluste an. "Das Hauptthema über Nacht waren höher als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten, die Befürchtungen vor Zinserhöhungen der Fed neu entfacht haben", schrieben Analysten der Commerzbank in einer Mitteilung.
Die Börse Shanghai.SSEC verliert 1,8 Prozent auf 3.699,75 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 fällt um 1,8 Prozent auf 4.142,86 Punkte.
"Asien steht eine weitere schwierige Sitzung bevor", sagt Chris Weston, Forschungschef der Pepperstone Group Ltd in Melbourne. "Kospi- und Nikkei-Futures deuten auf erneute Schwäche bei Technologiewerten hin, wobei Zuflüsse in gehebelte ETFs und Kreditrisiken bei KI-Infrastruktur klar im Fokus stehen." Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf Reden von Fed-Vertretern bei der IWF-Herbsttagung in Bangkok, die Hinweise auf den nächsten Schritt der US-Notenbank geben könnten. Zudem werden im weiteren Verlauf des Donnerstags US-Erzeugerpreise und Einzelhandelsdaten veröffentlicht. Der KI-Chipriese TSMC2330.TW legt im weiteren Verlauf der asiatischen Sitzung seine Ergebnisse für das dritte Quartal vor.
DEVISEN
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,4 Prozent auf 157,70 Yen und legte leicht auf 6,6919 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,7 Prozent niedriger bei 0,8284 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,6 Prozent auf 1,1226 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9302 Franken nach.
ÖLPREISE
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 104,43 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent schwächer bei 93,99 Dollar.
WALL STREET
Überraschend hohe US-Inflationsdaten hatten am Mittwoch die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed geschürt und die Wall Street belastet. Besonders zinssensible Technologie- und KI-Werte gerieten unter die Räder. Die Verbraucherpreise in den USA waren im September aufgrund teureren Benzins und eines breiteren Preisdrucks stärker gestiegen als erwartet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI verabschiedete sich am Mittwoch kaum verändert bei 51.621,48 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500.SPX verlor 1,1 Prozent auf 7.718,94 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC gab 1,9 Prozent auf 26.692,87 Stellen nach.