Aktien in Asien legen nach deutlichen Verlusten am Vortag wieder zu

Von Reuters News

- Die asiatischen Aktienmärkte haben sich nach der heftigen Verkaufswelle am Donnerstag erholt. Der japanische Nikkei-Index steigt nach einer sechstägigen Verlustserie. Die Gewinne halten sich jedoch in Grenzen, da die Anleger vor der anstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen Vorsicht walen ließen. .

In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 1,8 Prozent auf 65.550,68 Punkte zu und der breiter gefasste Topix.TOPX notiert 1,8 Prozent höher bei 4.072,71 Zählern.

Die Börse Shanghai.SSEC gewinnt 0,8 Prozent auf 3.737,31 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 steigt um 0,6 Prozent auf 4.189,41 Punkte.

"Die Aktien erholen sich, da die Anleger nach den starken Verlusten am Vortag wieder zugriffen. Es gab keine anderen Gründe für die Gewinne", sagt Daisuke Hashizume, leitender Stratege bei Daiwa Securities. "Die Marktteilnehmer sehen wenig Grund, vor der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen und den US-Zwischenwahlen im nächsten Monat aggressiv Aktien zu kaufen."

In Japan stiegen die Aktien des Chip-Ausrüsters Tokyo Electron 8035.T um 2,12 Prozent, die des Speicherchip-Herstellers Kioxia 285A.T um 3,34 Prozent und die des Technologie-Investors SoftBank Group 9984.T um 1,3 Prozent. Die Papiere des Chip-Testausrüsters Advantest 6857.T machten ihre anfänglichen Verluste wieder wett und legten um 0,64 Prozent zu.BayCurrent6532.T schossen um 17,25 Prozent in die Höhe und waren damit der prozentual stärkste Gewinner im Nikkei. Zuvor hatte die Beratungsfirma mitgeteilt, überschüssige Barmittel für Investitionen und Aktienrückkäufe zu verwenden. Bankenwerte stützten den Topix. Mitsubishi UFJ Financial Group8306.T und Mizuho Financial Group8411.T stiegen um 1,64 beziehungsweise 1,71 Prozent.

DEVISEN

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,00 Yen und rückt bei der Schweizer Währung etwas auf 0,8274 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1215 Dollar und zieht leicht auf 0,9280 Franken an.

ÖLPREISE

Die Ölpreise geben am Morgen leicht nach. Anleger wägen die Risiken im Nahen Osten und mögliche Schritte der USA zur Lockerung der Beschränkungen für die weltweite "Schattenflotte" von Tankern ab.

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 105,45 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent schwächer bei 97,29 Dollar.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte am Donnerstag zugestimmt, mehr als 20 Millionen Barrel Diesel auf den Markt zu bringen. Auch soll das restliche Öl aus einer im März zugesagten Rekordfreigabe von Notreserven freigegeben werden, um das Angebot zu erhöhen und die stark gestiegenen Preise zu dämpfen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt zudem, die Sanktionen gegen einige Schiffe der sogenannten Schattenflotte aufzuheben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.

WALL STREET

Die US-Börsen hatten am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während Anleger bei Technologiewerten wegen der hohen Zinsen Kasse machten, griffen sie bei als defensiv geltenden Gesundheits- und Konsumwerten zu. Technologiewerte standen unter Druck, da Investoren Unternehmen mit hoher Schuldenlast im KI-Sektor abstießen.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI verabschiedete sich mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 52.177,69 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500.SPX gewann 0,3 Prozent auf 7.744,06 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC stagnierte bei 26.713,03 Stellen.