Aktie fällt trotz starker Reisenachfrage
Frankfurt, 22. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.40 Uhr - Anleger machen nach starken Quartalszahlen von IHGIHG.L Kasse. Die Aktien der Hotelkette geben in London um rund ein Prozent nach. 2026 werde die Zahl der US-Reisenden in Europa erneut auf Rekordniveau liegen, teilte der Mutterkonzern von Holiday Inn und Crowne Plaza mit. Die branchenübliche Kennzahl für den Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) legte im dritten Quartal um 5,3 Prozent zu, während Analysten lediglich mit 4,4 Prozent gerechnet hatten. JP Morgan zufolge lasteten Gewinnmitnahmen auf der Aktie, die seit Jahresbeginn rund 17 Prozent zugelegt hat. Zudem habe IHG für 2027 einen Anstieg der Zinskosten prognostiziert, was die Gewinnschätzungen drücken dürfte.
14.00 Uhr - Die Anleger an den Devisenmärkten scheuen Risiken und flüchten in klassische sichere Häfen. Dazu gehört der Schweizer Franken: Der Dollar fällt im Gegenzug um 0,3 Prozent auf 0,822 Franken. Zum Euro steigt die Schweizer Währung auf den höchsten Stand seit 15 Wochen. Auch der japanische Yen legt zu. Der Dollar verliert 0,7 Prozent auf 156 Yen.
13.45 Uhr - American AirlinesAAL.O hat wegen stark gestiegener Kerosinpreise die Jahresprognose gesenkt und damit die Aktie unter Druck gesetzt. Die Papiere der US-Fluggesellschaft geben im vorbörslichen Handel um vier Prozent nach. Rivalen wie UnitedUAL.O und DeltaDAL.N verlieren rund zwei bis 2,5 Prozent. American erwartet nun für das Gesamtjahr 2026 einen Verlust je Aktie zwischen 1,00 und 1,60 Dollar. Zuvor war die Fluggesellschaft von einem Gewinn von 65 Cent bis zu einem Verlust von 65 Cent je Aktie ausgegangen. Im abgelaufenen dritten Quartal weitete American Airlines den Nettoverlust auf 269 Millionen Dollar aus, nach 114 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Als Hauptgrund nannte die Fluggesellschaft die Treibstoffkosten. Für das vierte Quartal rechnet sie mit einem Kerosinpreis von etwa 4,70 Dollar pro Gallone, was fast einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.
13.25 Uhr - Eine angehobene Prognose gibt den Aktien von Lockheed MartinLMT.N Auftrieb. Die Titel des US-Rüstungskonzerns legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um gut zwei Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Lockheed nun mit einem Umsatz zwischen 80 und 82 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 79,75 bis 81,75 Milliarden Dollar gelegen. Der Gewinn je Aktie soll nun 30,35 bis 30,75 Dollar erreichen, nach zuvor 29,95 bis 30,65 Dollar. Lockheed begründete den Optimismus mit der hohen Nachfrage nach Raketenabwehrsystemen und Kampfjets angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen. Der Auftragsbestand des Konzerns kletterte im dritten Quartal auf einen Rekordwert von 292 Milliarden Dollar. Zudem gab Lockheed eine zehnjährige Rahmenvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium über mindestens 850 F-35-Kampfjets bekannt.
11.25 Uhr - Die Furcht der Anleger vor Lieferausfällen wegen einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten treibt die Ölpreise erneut in die Höhe. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um fast 3,5 Prozent auf 112,40 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI legt um rund 2,5 Prozent auf 99,69 Dollar pro Barrel zu. Auslöser waren erneute Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien. Die US-Regierung wies daraufhin Diplomaten und deren Familien an, ihre Vertretungen in Saudi-Arabien zu verlassen. Zudem berichtete die Zeitung "New York Times", die Streitkräfte der USA und Israels hätten Pläne für erneute Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgearbeitet. "Die Bemühungen, die Spannungen sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten zu entschärfen, sind nicht überzeugend", kommentierte Tamas Varga, Ölexperte beim Makler PVM.