Abfüllanlagenbauer Krones macht Abstriche an Umsatzzielen

Von Reuters News

- KronesKRNG.DE, der weltgrößte Hersteller von Getränke-Abfüllanlagen, muss angesichts stagnierender Umsätze Abstriche an seinen Wachstumszielen für das laufende und die nächsten Jahre machen. Für 2026 sei nur noch ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von einem bis zwei Prozent zu erwarten, räumte das Unternehmen am Donnerstag in Neutraubling bei Regensburg ein. Bisher hatte Krones mit drei bis fünf Prozent Zuwachs gerechnet, in den ersten neun Monaten des Jahres stagnierte der Umsatz aber bei rund 4,1 Milliarden Euro. Währungsbereinigt stand ein Plus von 0,8 Prozent zu Buche. Grund für die Zurückhaltung der Kunden seien die schwache Branchenkonjunktur und die Kostensteigerungen infolge der geopolitischen Krisen.

Eine baldige Erholung ist nicht in Sicht. Für 2028 rechnet der Vorstand um den neuen Krones-Chef Thomas Ricker nur noch mit 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro Umsatz. Sein Vorgänger hatte die Latte noch auf rund sieben Milliarden Euro gelegt. Auch bei den Renditeerwartungen macht das Unternehmen Abstriche: Krones hält für 2028 nur noch eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von elf bis zwölf Prozent für möglich, bisher lag die Obergrenze bei 13 Prozent.

Für das laufende Jahr bleibt es bei einem Ebitda-Margenziel von 10,7 bis 11,1 Prozent. In den ersten neun Monaten lag die Kennziffer bei 10,8 Prozent; ein Gewinn von rund zehn Millionen Euro aus der Rückerstattung von US-Zöllen ist dabei nicht eingerechnet. Insgesamt stieg das operative Ergebnis (Ebitda) auf rund 453 (Vorjahr: 430,7) Millionen Euro. Die im Nebenwerteindex MDax.MDAXI notierte Krones-Aktie rutschte nach den Zahlen um 4,3 Prozent auf 110 Euro ab.