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Bitcoin: Im Spannungsfeld von Donald Trump und dem US-Zwischenwahljahr

Durch die Rückkehr Donald Trumps in das Weiße Haus dürfte die politische Bedeutung für den Kryptomarkt zugenommen haben.
Von Timo Emden
Bitcoin: Im Spannungsfeld von Donald Trump und dem US-Zwischenwahljahr
Photo: Shutterstock

Durch die Rückkehr Donald Trumps in das Weiße Haus dürfte die politische Bedeutung für den Kryptomarkt zugenommen haben. Besonders im Zwischenwahljahr könnte sich der Blick der Investoren wieder verstärkt auf Washington richten. Die sogenannten „Midterm-Wahlen“ dürften in diesem Zusammenhang zusätzlich an Bedeutung gewinnen.

Zugleich könnten die Entwicklungen im Iran-Krieg als auch die geldpolitische Ausrichtung der großen Notenbanken Federal Reserve (Fed) und Europäische Zentralbank (EZB) wichtige Impulse hervorbringen.

Keyfacts

  • Donald Trump hat der Kryptobranche verschiedene Versprechen gemacht
  • Ausgang der Zwischenwahlen in den USA könnte Einfluss auf politische Entscheidungen im Krypto-Sektor haben
  • Geopolitische Risiken wie der Iran-Krieg und geldpolitische Unwägbarkeiten könnten ebenfalls wichtige Einflussfaktoren darstellen

Was sind die Zwischenwahljahre?

Die Zwischenwahlen oder auch „Midterm Elections“ finden in etwa zur Hälfte einer US-Präsidentschaft statt. Bei besagten Wahlen wählen die wahlberechtigten Bürger beispielsweise das Repräsentantenhaus mit 435 Abgeordneten neu. Auch ein Drittel der Sitze des Senats werden zugleich neu gewählt. Von Bedeutung sind nicht zuletzt die sogenannten Kammern des Kongresses.

Was hat Donald Trump versprochen?

US-Präsident Donald Trump hat bereits im Wahlkampf und damit vor seinem Wahlsieg auf einem Branchentreffen gesagt, er werde „der Pro-Innovations- und Pro-Bitcoin-Präsident sein, den Amerika braucht“. „Ich werde dafür sorgen, dass die USA die Kryptohauptstadt der Welt sind“, schrieb Trump zudem im März 2025 in den sozialen Medien.

Zudem wolle er eine nationale Bitcoin-Reserve aufbauen und am ersten Tag seiner Amtszeit den zum damaligen Zeitpunkt bestehenden Chef der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC), Gary Gensler, entlassen. Im November 2024 hatte Gensler seinen Rücktritt für Januar 2025 angekündigt.

Zudem hatte der US-Präsident die Kreation einer sogenannten strategischen Reserve für Digitalwährungen angeordnet, welche auch den Bestand an Bitcoin enthalten soll, welcher sich in Besitz der US-Regierung befindet.

Im Mai 2026 hatte ein US-Kryptogesetz, der im Fachjargon sogenannte „Clarity Act“ eine wichtige Hürde im US-Senat genommen. Allerdings ist das Gesetz noch nicht endgültig in Kraft getreten.

Bereits im Juni 2025 hatte der US-Senat mit dem „Genius Act“ einen wichtigen Meilenstein für Stablecoins gelegt.

Bitcoin

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(Quelle: TradingView)
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

US-Geldpolitik: Weitere mögliche Einflussfaktoren auf den Bitcoin Kurs im Jahr 2026

Neben den politischen Entscheidungen im Weißen Haus dürfte nicht zuletzt insbesondere die Ausgestaltung der zukünftigen US-Geldpolitik von hoher Bedeutung für den Bitcoin Kurs sein.

Die Aussicht auf sinkende Kapitalmarktzinsen verringert die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen wie Bitcoin und könnte Kryptowerten folgerichtig in die Karten spielen und vice versa.

Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ rechneten am 30.07.2026 um 16:00 Uhr 40,2 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 59,4 Prozent mit einer Zinserhöhung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der Sitzung am 16. September 2026.

Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Am 29.07.2026 hatte die Fed zuletzt das Leitzinsniveau unverändert bei besagter Spanne gelassen.

Iran-Konflikt als mögliches Damoklesschwert für die globale Risikostimmung

Ebenfalls von Bedeutung dürfte zugleich auch die Entwicklung des Iran-Konflikts sein. Die damit im Zusammenhang stehenden geopolitischen Unwägbarkeiten als auch Inflationsrisiken könnten immer wieder zulasten der allgemeinen Risikobereitschaft gehen.

Die US-Inflation hatte im Juni (gegenüber dem Vorjahresmonat) bei 3,5 Prozent gelegen und damit etwas niedriger als noch im Mai (4,2 Prozent). Mittelfristig peilt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) allerdings eine Zielrate in Höhe von 2,0 Prozent an.

Im Euroraum lag die Teuerung im gleichen Zeitraum laut Angaben der Statistikbehörde Eurostat im Juni bei 2,8 Prozent. Im Mai hatte diese noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Fazit

Der Bitcoin dürfte mit der politischen Gemengelage in den USA verknüpft bleiben. Auch wenn die Trump-Regierung die Weichen in Richtung einer kryptofreundlichen Regierung vorgeben hat, bleiben viele Fragen offen.

Ob der Bitcoin im Zwischenwahljahr unter Donald Trump tatsächlich profitieren kann, dürfte womöglich weit mehr als von den Wahlergebnissen abhängen. Die Chancen auf eine weiterhin kryptofreundliche politische Agenda könnten zwar steigen, sollten die Republikaner ihre Mehrheit verteidigen können. Im Gegenzug könnten bei einer Niederlage regulatorische Projekte in Stocken geraten. Für Marktteilnehmer sollten in diesem Zusammenhang die Entwicklungen in Washington weiterhin im Blick behalten.

Mit von Bedeutung dürfte neben den politischen Maßnahmen die geldpolitische Entwicklung als auch der Werdegang des Iran-Konflikts sein, welche die Risikobereitschaft der Anleger immer wieder beeinflussen dürften.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was hat US-Präsident Donald Trump in seinem Wahlkampf versprochen?

US-Präsident Donald Trump hat bereits im Wahlkampf und damit vor seinem Wahlsieg auf einem Branchentreffen gesagt, er werde „der Pro-Innovations- und Pro-Bitcoin-Präsident sein, den Amerika braucht“. „Ich werde dafür sorgen, dass die USA die Kryptohauptstadt der Welt sind“, schrieb Trump zudem im März 2025 in den sozialen Medien.

Zudem wolle er eine nationale Bitcoin-Reserve aufbauen und am ersten Tag seiner Amtszeit den zum damaligen Zeitpunkt bestehenden Chef der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC), Gary Gensler, entlassen. Zudem hatte der US-Präsident die Kreation einer sogenannten strategischen Reserve für Digitalwährungen angeordnet, welche auch den Bestand an Bitcoin enthalten soll, die sich im Besitz der US-Regierung befindet.

Im Mai 2026 hatte ein US-Kryptogesetz, der im Fachjargon sogenannte „Clarity Act“ eine wichtige Hürde im US-Senat genommen. Allerdings ist das Gesetz noch nicht endgültig in Kraft getreten. Bereits im Juni 2025 hatte der US-Senat mit dem „Genius Act“ einen wichtigen Meilenstein für Stablecoins gelegt.

Was ist das Zwischenwahljahr?

Die Zwischenwahlen oder auch „Midterm Elections“ finden in etwa zur Hälfte einer US-Präsidentschaft statt. Bei besagten Wahlen wählen die wahlberechtigten Bürger beispielsweise das Repräsentantenhaus mit 435 Abgeordneten neu. Auch ein Drittel der Sitze des Senats werden zugleich neu gewählt. 

Von Bedeutung sind nicht zuletzt die sogenannten Kammern des Kongresses.

Welche Einflussfaktoren könnten im Jahr 2026 ebenfalls bedeutend für den Bitcoin Kurs sein?

Neben den politischen Entscheidungen im Weißen Haus dürfte nicht zuletzt insbesondere die Ausgestaltung der zukünftigen US-Geldpolitik von hoher Bedeutung für den Bitcoin Kurs sein. 

Die Aussicht auf sinkende Kapitalmarktzinsen verringert die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen wie Bitcoin und könnte Kryptowerten folgerichtig in die Karten spielen und vice versa.

Welche Risiken könnten für den Bitcoin bei strengeren Regeln in den USA bestehen?

Strengere regulatorische Vorschriften könnten zulasten des Angebots bestimmter Dienstleistungen gehen und damit die Branche vor Herausforderungen stellen und möglicherweise erhofftes Wachstum ausbremsen. Auf der Gegenseite könnten schärfere Vorschriften auch die Seriosität erhöhen und Anleger anlocken, welche härtere Regelwerke erwarten.

Wieso könnte regulatorische Klarheit für den Krypto-Sektor in den USA nicht für die Vereinigten Staaten selbst, sondern auch für den Rest der Welt von Bedeutung sein?

Als größte Volkswirtschaft der Welt könnten sich andere wichtige Nationen an den USA orientieren, sodass diese als mögliche Blaupause für wichtige regulatorische Entscheidungen fungieren könnten. 

Klarere regulatorische Regelwerke könnten gleichzeitig dafür sorgen, dass Unternehmen mehr Planungssicherheit und damit auch Orientierung erhalten. 

Wo lag die Inflation zuletzt in den USA und im Euroraum?

Die US-Inflation hatte im Juni (gegenüber dem Vorjahresmonat) bei 3,5 Prozent gelegen und damit etwas niedriger als noch im Mai (4,2 Prozent). Mittelfristig peilt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) allerdings eine Zielrate in Höhe von 2,0 Prozent an. 

Im Euroraum lag die Teuerung im gleichen Zeitraum laut Angaben der Statistikbehörde Eurostat im Juni bei 2,8 Prozent. Im Mai hatte diese noch bei 3,2 Prozent gelegen.

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