Ökonomen zum höchsten Stand der Inflation im Euroraum seit 2023

Von Reuters News

- Die hohen Energiepreise haben die Inflationsrate im Euroraum auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im August, wie das EU-Statistikamt am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Wert von 3,6 Prozent gerechnet. Energie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,8 Prozent. Die Europäische Zentralbank dürfte sich aus Sicht der Finanzmärkte bis zum Jahresende mit einer weiteren Zinserhöhung gegen den Preisauftrieb in der Euro-Zone stemmen.

Analysten sagten zu den Daten in ersten Reaktionen:


JÖRG KRÄMER, CHEFÖKONOM COMMERZBANK:

"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen. Außerdem mehren sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an ihre Kunden weitergeben. In den letzten drei Monaten sind die Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel auf Jahresrate hochgerechnet bereits um schätzungsweise drei Prozent gestiegen. Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen."

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