Nahost-Konflikt bremst Medizintechnik-Geschäft von Johnson & Johnson

Von Reuters News

- Der US-Pharmakonzern Johnson & JohnsonJNJ.N bekommt die Folgen geopolitischer Krisen zu spüren. Zwar übertraf das Unternehmen im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn leicht die Erwartungen der Analysten, doch das Geschäft mit der Medizintechnik schwächelte. Grund dafür seien unter anderem der Nahost-Konflikt und Sparmaßnahmen in Europa, teilte J&J am Dienstag mit. Die Aktie gab vorbörslich um mehr als zwei Prozent nach.

Finanzchef Joe Wolk erklärte, dass Länder im Nahen Osten wie Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien ihre Budgets nun von der Gesundheitsversorgung auf die Verteidigung umschichteten. Der Umsatz der Medizintechnik-Sparte sei daher insgesamt nur um 2,5 Prozent gestiegen, außerhalb der USA habe er sogar stagniert. Getragen wurde das Geschäft hingegen von der Pharmasparte. Vor allem das Mittel Tremfya gegen Immunerkrankungen verkaufte sich mit einem Umsatzplus von 68 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar glänzend.

Trotz der Probleme in der Medizintechnik hob der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr leicht an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun bei 11,10 Dollar liegen, nach zuvor 11,04 Dollar. Zudem erwägt J&J einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" zufolge, sein Geschäft mit Hüft- und Kniegelenken abzuspalten.

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