Dollar-Anleger vor US-Zwischenwahlen in Habachtstellung

Von Reuters News

- Der unsichere Ausgang der US-Zwischenwahlen hat die Anleger am Devisenmarkt am Dienstag gelähmt. Der Dollar-Index.DXY notierte wenig verändert bei 101,81 Punkten, der Euro trat bei 1,1185 Dollar auf der Stelle. Für die Republikaner von Präsident Donald Trump geht es darum, ihre knappen Mehrheiten in beiden Kongresskammern zu verteidigen. Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus zurückerobern könnten, im Senat ist die Lage ungewiss. Erste Ergebnisse gibt es in der Nacht zu Mittwoch (MEZ). "Das Risiko besteht darin, dass die innenpolitische Entscheidungsfindung schwieriger wird", sagte Kit Juckes von der Société Générale. Wenn man sich bei einem beträchtlichen Haushaltsdefizit und hohen Ausgaben auf nichts einigen könne, dann bestehe die Gefahr, dass dies die Wirtschaft bremse und die Währung schwäche, prognostizierte er.

Für den Dollar dürfte nach Einschätzung von Experten aber auch relevant sein, was unmittelbar nach den Midterms im Nahen Osten passiert. "Sollte Trump tatsächlich im Iran-Konflikt erneut eskalieren und den Iran ein weiteres Mal angreifen, spräche dies zunächst für weiter steigende Energiepreise und eine zunehmende Risikoaversion", meint Norman Liebke von der Commerzbank. Davon könnte der Dollar in seiner Rolle als "sicherer Hafen" profitieren.

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