Dänemark kauft erstmals weitreichende Präzisionsraketen

Von Reuters News

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.


14.15 Uhr - Dänemark schafft sich erstmals weitreichende Präzisionsraketen an. Das Nato-Mitglied vereinbarte den Kauf der in Deutschland produzierten "Anthem"-Raketen des US-Rüstungskonzerns Covenant sowie von "Joint Strike Missiles" des norwegischen Herstellers KongsbergKOG.OL für seine F-35-Kampfjets, wie die Regierung mitteilt. Die neuen Systeme sollen im Falle eines Angriffs Schläge "hinter den feindlichen Linien" ermöglichen, erklärt Verteidigungsminister Jeppe Bruus. Die russische Botschaft in Kopenhagen verurteilt den Schritt und warnt vor "unvermeidlichen katastrophalen Folgen". Kopenhagen gebe sich der gefährlichen Illusion hin, dass der Erwerb von Offensivwaffen die Sicherheit des Landes stärke. Bruus nannte weder die Anzahl der bestellten Raketen noch den Kaufpreis.


14.50 Uhr - Russland hat bei den nächtlichen Angriffen auf Kiew ukrainischen Angaben zufolge drei ballistische Raketen mit Streumunition eingesetzt. Diese seien so konstruiert, dass sie in der Luft explodierten und Schäden im Umkreis von 400 Metern verursachen würden, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Eine der Raketen sei unweit des historischen Kiewer Höhlenklosters eingeschlagen. Zudem habe Russland seit dem 11. Oktober mehr als 170 Angriffe auf Anlagen der kritischen Energieinfrastruktur in der Ukraine verübt, erklärt Selenskyj weiter.


14.20 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz pocht auf die direkte Teilnahme europäischer Vertreter an den Ukraine-Verhandlungen. Auch an den Gesprächen des US-Unterhändlers Steve Witkoff in Oslo habe ein Vertreter der deutschen Regierung teilgenommen, sagt Merz in Montenegro. "Die Beteiligten wissen alle, dass Europa mit am Tisch sitzen muss. Es wird ohne Europa keinen dauerhaften Frieden in der Ukraine geben", fügt er mit Blick auf weitere Verhandlungen hinzu. Auf die Frage nach Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sagt er, dies finde auf Ebene der außenpolitischen Berater statt. Die Bundesregierung werde alles tun, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. "Jedes Gesprächsformat, das diesem Ziel dient, ist willkommen", sagt er.


11.10 Uhr - Russland und die Ukraine tauschen die Leichen von im Krieg getöteten Soldaten aus. Moskau übergibt dabei 252 Gefallene und erhält im Gegenzug 25 Leichen zurück, wie die amtliche belarussische Nachrichtenagentur Belta meldet.


10.10 Uhr - Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 21 ballistischen Raketen angegriffen. Mindestens zwei Menschen seien dabei getötet sowie Infrastruktur und Gebäude beschädigt worden, erklärt Selenskyj einen Tag nach dem Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. "Fast unmittelbar nach einer weiteren Gesprächsrunde hat Russland einen gezielten Angriff gestartet", schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram weiter. Dies bedeute, dass sich die Haltung Moskaus nicht wirklich geändert habe. Es sei jedoch wichtig, weiter nach den richtigen Lösungen zur Beendigung des Krieges zu suchen.


08.04 Uhr - Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnt nach den jüngsten russischen Angriffen auf Kiew vor Nachgiebigkeit gegenüber der Regierung in Moskau. "Beschwichtigung, Unterwürfigkeit und Schmeichelei" würden den russischen Krieg nicht stoppen, betont Sybiha auf der Kurznachrichtenplattform X. Die jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt folgten unmittelbar auf Gespräche des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin.


07.41 Uhr - Russland meldet erneut einen schweren Angriff auf Hafenanlagen in der ukrainischen Region Odessa. Dabei seien in der Nacht auch Schiffe getroffen worden, die von der ukrainischen Armee genutzt würden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.


06.42 Uhr - Die Nato will der Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge den Kauf von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung über ihre zentrale Beschaffungsagentur ermöglichen. Dadurch könnte die Regierung in Kiew Rüstungsgüter möglicherweise schneller und kostengünstiger erhalten, berichtet die "Financial Times". Die Vereinbarung biete der Ukraine einen strukturierteren Rahmen, um das breite Angebot der Agentur zu nutzen, sagt Jacqueline Borsboom, eine Direktorin der Nato-Beschaffungsagentur NSPA, dem Blatt. Dazu gehörten Fachwissen und Unterstützung bei der Beschaffung sowie der Zugang zu einer etablierten Industriebasis.


5.30 Uhr - Eine Drohne trifft die Energie-Infrastruktur im Gebiet Krementschuk in der ukrainischen Region Poltawa. Dies teilt ein regionaler Behördenvertreter auf Telegram mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Krementschuk ist ein wichtiger Industriestandort mit einer der größten Ölraffinerien der Ukraine.


5.04 Uhr - Bei einem Angriff in der ukrainischen Hauptstadt Kiew werden Teile einer U-Bahn-Brücke beschädigt. Betroffen sei die Südbrücke über den Fluss Dnipro, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit


1.30 Uhr - Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischschja wird nach Angaben der dortigen Verwaltung ein Fahrer getötet. Die von Russland eingesetzte Verwaltung des größten europäischen Atomkraftwerks teilt mit, Busse mit Mitarbeitern seien zwei Tage in Folge angegriffen worden. Die Angriffe seien gezielt und stellten eine direkte Bedrohung für das Personal dar. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Beide Seiten werfen sich seit der Besetzung des Kraftwerks durch russische Truppen im Februar 2022 gegenseitig vor, die Sicherheit der Anlage zu gefährden.

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