Commerzbank-Aktien nach Herunterstufung unter Druck

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


09.56 Uhr - Nach einer Herunterstufung müssen die Papiere der CommerzbankCBKG.DE Federn lassen. Die Aktien fallen in der Spitze um 3,3 Prozent und bilden das Schlusslicht im Dax.GDAXI. Die Analysten der RBC haben die Titel auf "Sector Perform" von "Outperform" heruntergesetzt. Als Grund nannten die Experten Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Übernahmeplänen der UniCreditCRDI.MI. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte lange um die Unabhängigkeit des Frankfurter Kreditinstituts gekämpft. Mittlerweile kontrolliert die UniCredit aber rund 50 Prozent der Commerzbank-Anteile, so dass eine Übernahme nicht mehr aufzuhalten ist.


09.45 Uhr - Die Aktien von LenzingLENV.VI setzen ihre massive Talfahrt fort. Nachdem die Papiere des österreichischen Faserherstellers bereits am Donnerstag als Reaktion auf die Details einer Kapitalerhöhung deutlich nachgegeben hatten, fallen sie am Freitag an der Wiener Börse in der Spitze um rund 35 Prozent auf 12,72 Euro und markieren damit das tiefste Niveau seit 2009. Das Bankhaus Berenberg hat die Papiere auf "Hold" von "Buy" abgestuft und das Kursziel gesenkt. Die bevorstehende Kapitalerhöhung über 300 Millionen Euro lasse vermuten, dass der Hauptaktionär SuzanoSUZB3.SA eher eine abwartende Haltung einnehme, anstatt sein Engagement auszubauen, hieß es zur Begründung. Analysten von Raiffeisen zufolge sorgt zudem das Ausmaß der Verwässerung für Verkaufsdruck.


07.48 Uhr - Ein schwächerer Umsatzausblick von NikeNKE.N sorgt für schlechte Stimmung in der Sportartikel-Branche. Die Aktien von AdidasADSGn.DE verlieren im Dax.GDAXI im frühen Geschäft von Lang & Schwarz 1,3 Prozent. PumaPUMG.DE notieren im MDax.MDAXI 1,7 Prozent niedriger. Für 2026/27 rechnet Nike mit einem Rückgang der Erlöse um einen hohen einstelligen Prozentsatz - er fällt damit deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Im ersten Quartal büßte der Adidas-Rivale vier Prozent Umsatz ein. Der Konzern will sich mit einem neuen Sparprogramm gegen die Krise stemmen. Die Probleme bei Nike seien vor allem hausgemacht, daher sollte die Konkurrenz nicht allzu sehr unter den Zahlen von Nike leiden, meint ein Händler. Nike-Aktien sind im nachbörslichen US-Handel um 8,5 Prozent gefallen.


07.20 Uhr - Die ungewisse Gemengelage in Nahost sorgt für Zurückhaltung am Ölmarkt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI notieren wenig verändert bei 101,99 beziehungsweise 92,40 Dollar je Fass. Am Donnerstag waren die Preise zeitweise deutlich in die Höhe geschossen, nachdem Reuters berichtet hatte, dass chinesische Raffinerien die Exporte von Ölprodukten für Oktober aussetzen, um inländische Lagerbestände zu schonen.

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