Asiens Börsen uneins: Tech-Sorgen belasten Japan - Chinas Börsen im Plus

Von Reuters News

- Sorgen um die immensen Kosten für Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart belastet, während überraschend starke Wirtschaftsdaten aus China die Verluste eingedämmt haben. Die japanische Börse hat am Montag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 1,2 Prozent auf 64.534,03 Punkte nach und der breiter gefasste Topix.TOPX notierte 0,4 Prozent niedriger bei 4.050,34 Zählern. Die Börse Shanghai.SSEC gewann hingegen 0,3 Prozent auf 3.727,50 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 stieg um 0,4 Prozent auf 4.185,55 Punkte.

In Japan drückten schwache Vorgaben der Wall Street und Zinssorgen die Kurse von Technologieunternehmen. Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte, dass die Kerninflation nahe dem Zielwert von zwei Prozent liege und die starke KI-Nachfrage den Preisdruck erhöhe. "Während chipbezogene Aktien den Index nach unten ziehen, dürften Käufe von Substanz- und defensiven Werten den Markt stützen", erklärte Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo. Zu den größten Verlierern zählten Taiyo Yuden6976.T mit einem Minus von 7,42 Prozent sowie Sumitomo Electric5802.T und Sumco3436.T, die knapp sechs Prozent abgaben. Gefragt waren dagegen Toho9602.T mit einem Plus von 3,64 Prozent, Baycurrent6532.T und Aeon8267.T.

In China sorgte das Wirtschaftswachstum für Erleichterung: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen, was den Druck auf die Regierung in Peking verringert, weitere aggressive Konjunkturpakete aufzulegen. Dennoch blieb die Stimmung angesichts der anstehenden US-Bilanzen von Tech-Giganten gedämpft. "Investoren sorgen sich schon lange, dass die KI-Einnahmen nicht ausreichen werden, um die massiven Vorabinvestitionen wieder hereinzuholen", sagte Ökonom My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Steigende Finanzierungskosten machten es zudem schwerer, den Ausbau der KI-Infrastruktur aufrechtzuerhalten.


Devisen

Im Devisenmarkt hielten sich die Bewegungen in engen Grenzen, da die anhaltende Gefahr von Interventionen der japanischen Notenbank Spekulanten in Schach hielt. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 157,97 Yen und legte leicht auf 6,6820 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8243 Franken vor. Parallel dazu fiel der Euro, der auch unter der politischen Unsicherheit in Frankreich litt, um 0,1 Prozent auf 1,1224 Dollar und zog leicht auf 0,9253 Franken an.


Ölpreise

Die Aussicht auf ein größeres Angebot aus Russland hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einige Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt, was zu höheren russischen Exporten führen könnte. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,7 Prozent auf 108,02 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent schwächer bei 100,75 Dollar. "Die Kombination aus einem weicheren Ton bei den Sanktionen und einigen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen hilft, den Aufwärtstrend kurzfristig zu begrenzen", sagte Analyst Tim Waterer von KCM Trade.


Wall Street

An den US-Börsen hatten am Freitag vor dem Wochenende Sorgen um die hohen Bewertungen im Technologiesektor die Stimmung getrübt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI hatte sich mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 52.002,41 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500.SPX verlor 1,1 Prozent auf 7.659,44 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC gab 2,1 Prozent auf 26.140,03 Stellen nach. Anleger blicken nun gespannt auf die in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen von Branchengrößen wie MetaMETA.O und TeslaTSLA.O.

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