Anleger sehen Chancen für Eutelsat nach Starlink-Einschränkungen

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


14.00 Uhr - Aktien von europäischen Satellitenbetreibern steigen in der Gunst der Anleger, nachdem SpaceX nach ukrainischen Angaben die Nutzung seines Satellitennetzwerks Starlink für das ukrainische Militär eingeschränkt hat. Die Papiere des europäischen Mitbewerbers EutelsatETL.PA klettern in Paris um mehr als 13 Prozent. Aktien des in Luxemburg ansässigen Anbieters SESSESFg.LU gewinnen knapp vier Prozent. Anleger setzen Analysten zufolge darauf, dass europäische Regierungen und Kunden nach Alternativen zu US-Satelliteninfrastruktur suchen könnten, sollte der Zugang zu diesen Diensten unsicherer werden. Eutelsat ist derzeit neben SpaceX das einzige Unternehmen weltweit, das über sein OneWeb-Netzwerk aus Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn Satelliten-Internet anbietet. Experten geben jedoch zu bedenken, dass bestehende Starlink-Nutzer nicht einfach wechseln könnten, da dann neue Endgeräte und eine entsprechende Infrastruktur benötigt werden.

10.48 Uhr - Hochgeschraubte Kapitalanforderungen der schwedischen Aufsichtsbehörde vertreiben SEBSEBa.ST-Anleger. Die Titel der Großbank geben in der Spitze mehr als fünf Prozent nach und sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit Januar. Die Finanzaufsicht Finansinspektionen teilte mit, den bestehenden Kapitalaufschlag vorübergehend auf 20 Milliarden schwedische Kronen (1,8 Milliarden Euro) verdoppelt zu haben. Hintergrund seien umfassendere Mängel bei den internen Kreditrisikomodellen der SEB als bislang bekannt. Die erhöhte Anforderung an das harte Kernkapital gelte so lange, bis die Bank die Mängel behoben habe.

10.20 Uhr - Die Erholung am Anleihemarkt lässt die Renditen von Staatsanleihen in der Eurozone weiter sinken. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen fällt auf 3,449 Prozent, nach 3,463 Prozent am Vortag. Auch US-Staatsanleihen sind gefragt. Im Gegenzug fällt die Rendite von US-Bonds leicht auf 5,196 Prozent. Anleger suchen Analysten zufolge nach dem jüngsten Ausverkauf im KI-Sektor die Sicherheit von Staatsanleihen. Die Nachfrage bleibe aber vor den anstehenden US-Inflationsdaten am Nachmittag verhalten. Händler hofften auf neue Signale zum Zeitpunkt von Zinserhöhungen.

09.38 Uhr - Die Wachstumspläne von Chipherstellern lassen Anleger bei ASMLASML.AS zugreifen. Die Aktien des weltgrößten Anbieters von Halbleiter-Produktionsanlagen klettern um 2,9 Prozent. Der niederländische Konzern rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro, was über den Erwartungen der Analysten liegt. Dies führte zu einer leichten Anhebung der Umsatzprognose für 2026 auf 44 bis 45 Milliarden Euro. Die durch KI getriebene Nachfrage nach seinen Chip-Druckgeräten sei so stark, dass ASML die Kundennachfrage weder 2027 noch 2028 vollständig bedienen könne und deshalb Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung suche. Auch die Gewinne hätten die Erwartungen übertroffen, teilte ING-Analyst Marc Hesselink mit. Er rechne damit, dass die Konsensprognosen für die Gewinne bis 2028 nach oben korrigiert würden.

07.36 Uhr - Der Ölpreis steigt, nachdem zwei Schiffe in der Straße von Hormus getroffen worden sind. Brent-Rohöl verteuert sich um 1,4 Prozent auf bis zu 107,15 Dollar je Barrel. Iranische Beamte teilten der Agentur Reuters mit, dass der Iran neue Taktiken zur Bekämpfung von Schiffen einsetzen würde. Teheran versuche, die Ölpreise hoch zu halten und damit auch Einfluss auf die US-Zwischenwahlen zu nehmen. "Die Tatsache, dass iranische Offizielle offen zugeben, die US-Bemühungen zur Kontrolle der Ölpreise zu untergraben, spricht Bände über die wahren Absichten hinter den sogenannten 'Friedensgesprächen'", sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. Der Iran sei sich seiner geografischen Bedeutung und der Auswirkungen höherer Ölpreise auf die Weltwirtschaft bewusst und nutze diesen Einfluss. Die britische Seeschifffahrtsbehörde bestätigte am Dienstag, dass ein Containerschiff und ein Tanker in der Straße von Hormus von unbekannten Geschossen getroffen worden seien.

Capital Com ist ein reiner Ausführungsdienstleister. Das gegenwärtige Material ist als Marketingkommunikation zu betrachten und sollte nicht als Anlageanalyse oder Anlageberatung interpretiert werden. Jede auf dieser Seite abgegebene Meinung stellt keine Empfehlung von Capital Com oder seinen Vertretern dar. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der auf dieser Seite bereitgestellten Informationen übernehmen wir keine Zusicherung oder Gewähr. Wenn Sie sich auf die Informationen dieser Seite verlassen, tun Sie dies vollständig auf Ihr eigenes Risiko